«Churchill’s Speech»
Einfach ein Intro.
Kann übergangen werden.
«Aces High (Live)»
Einer der vielen, sehr vielen Klassiker von Iron Maiden. Es stellt sich nur die Frage: teile ich diesen Klassiker mit ihnen?
Es tönt recht gut, trotzdem lässt es mich recht kalt und geht schon fast frech und ungefragt an mir vorbei.
Weder negativ noch positiv kommt es über mich her.
«2 Minutes to Midnight»
Schon fast etwas Neues.
Diesen Song finde ich eigentlich nur dann gut und mitreissend, wenn es mir eh schon gut geht.
Fühle ich mich dagegen nur halb so gut oder gleich schlecht, hilft mir dieses Lied nicht, sondern scheint mich eher noch weiter nach unten zu ziehen wollen. Von der Art gibt es nicht viele. Ich hoffe, für mich und meine Nerven, dass es nur ein paar Songs dieser Art und Weise gibt.
«The Trooper»
Weiss der Geier. Das Lied wäre ja mitreissend, packend und was sonst so dazugehört.
Trotzdem fühle ich mich nicht abgeholt. Nur stehengelassen.
Ausserdem scheint auch dieser Song mich runterzuziehen. Mir geht es heute eh nicht so genial und dann noch dieses Lied. Da merke ich, wie sich mein Herzschlag beschleunigt und ich nervös werde und ich mich frage, ob mein Leben und so weiter.
Damit lautet die Option: Grosser Bogen.
«Wasted Years»
Mit diesem Lied kann ich schon sehr viel mehr anfangen.
Es sind nicht nur Melodie und Text die mich mit sich reissen in einen Strudel aus Erinnerungen. Es ist auch das Gefühl, das mit diesem Lied übermittelt wird.
Immer wieder habe ich Tage, Stunden, Minuten, in denen ich zurückblicke und der Überzeugung bin, einen Teil meines Lebens verschwendet zu haben.
Was wäre passiert, wie wäre mein Leben verlaufen, wenn ich schon viel früher gewusst hätte, was mit mir los ist?
Was hätte sich geändert?
Was wäre gleichgeblieben?
Wo wäre ich heute?
Wie würde mein Leben in beruflicher Hinsicht aussehen?
Wie würde mein Leben in privater Hinsicht aussehen?
Hätte ich so viele echte und falsche Freunde, dass ich gleich zwei Adressbücher nötig hätte, um sie alle aufzuschreiben?
Dieses Lied ist sehr gut.
Es ist der Titel, der so vieles in mir wachruft.
Der so viele Gedanken weckt, die meine Gedankenwelt unsicher machen.
So viele Gedanken, die ich kaum alle in einer anständigen Zeit verarbeiten kann.
So viele Gedanken, so viele schlechte, depressive Gedanken.
Es bleibt mir einfach nur übrig, dieses Lied nicht anzuhören, wenn es mir schlecht geht, oder die Gefahr besteht, dass es mir bald schlecht gehen könnte.
Schade, sehr schade um dieses Lied.
«Children of the Damned»
Sehr gutes Lied.
Intensiv.
Bedrückend.
Fesselnd.
Progressiv.
Episch.
Es ist auch hier der Titel, der gewisse Gedanken in mir wachruft und dafür sorgt, dass ich mich nicht mehr so ganz wohlfühle.
Auch wenn ich kein Kind der Verdammten bin, habe ich ab und zu das Gefühl selber einer der Verdammten zu sein.
Als Kind hatte ich dieses Gefühl recht oft.
Ein Verdammter.
Ein Ausgestossener.
Ein Outsider.
Einsamer als Lucky Luke, der wenigstens noch sein Pferd und einen Hund hatte.
Hätte ich gekonnt, ich wäre sehr oft auf einem Pferd in den Sonnenuntergang geritten. Als Lonely Cowboy.
Aber, da ich kein Pferd hatte und auch nicht wusste, wo ich mir auf die schnelle eines hätte besorgen können, war das leider keine Option für mich.
Da blieb mir dann nur übrig, in den Sonnenuntergang zu laufen, was bei weitem nicht so cool ist, wie viele vielleicht glauben mögen.
«The Number of the Beast – 666»
Ein Ausnahmesong.
Beim besten Willen kann ich den nicht schlecht finden.
Ausserdem reisst er mich nicht nur mit. Er heitert mich auch auf und schafft es, dass ich mich einfach an der Musik und dem Leben ein wenig erfreuen kann.
«Run to the Hills»
So was von einem Klassiker.
Der Song macht Spass, hält wach und rüttelt einem nicht nur äusserlich, sondern auch tief und tiefer im Inneren auf.
Ganz grosser Song.
«Phantom of the Opera»
Mist. Ich habe den Song verpasst, obwohl ich zuhören wollte.
Damit fällt er ganz raus.
«The Evil that men do»
Iron Maiden erzählen eine Geschichte und lassen sich darüber aus, was für schlechte Dinge Menschen tun können.
Die Melodie ist auf jeden Fall der Hammer.
Der Text dagegen kann doch ein wenig runterziehen, wenn ich nicht aufpasse. Ein Lied, dass ich mir nicht zu jeder Gefühlslage anhören sollte.
«Wrathchild»
Zuerst war ich ja nur gelangweilt, aber dann musste ich mir fast eine Ohrfeige geben, um wachzubleiben.
Auf dieses Lied kann ich gut verzichten.
«Can I play with Madness»
Ja, dieses Lied passt doch genial zu meinem Leben.
Nicht nur, dass es mir es sehr gut gefällt.
Es ist doch auch so, dass mein Leben immer von einem gewissen Wahnsinn gezeichnet war und noch immer ist.
Wie oft bin ich fast wahnsinnig geworden, weil ich einfach nicht mehr weitergewusst habe.
Wie oft war ich dem Wahnsinn so nahe, weil ich keine Ahnung hatte, wo der Unterschied zwischen mir und den anderen lag.
Wie oft bin ich fast wahnsinnig geworden, weil mir alle gesagt haben, ich solle mir Mühe geben und so sein, wie die anderen.
Wie oft wurde mir gesagt und vorgeschrieben, Dinge zu tun, zu tun, wie sie alle tun, obwohl auch meine Methoden funktioniert haben?
Wie oft war ich dem Wahnsinn ziemlich nahe, weil mir niemand erklären wollte, vielleicht auch nicht konnte, warum meine Methoden so schlecht sein sollten, obwohl sie doch auch funktioniert haben.
Wie oft war ich dem Kotzen und dem Abschied aus dem Leben nahe, weil ich Angst hatte, der Wahnsinn würde mich endgültig für sich greifen und mich in eine Welt des Irrsinns und des Andersseins werfen.
«Powerslave»
Haut mich nicht aus dem Sessel der Gemütlichkeit. Ist eines der Lieder, das zwar gespielt wird, aber von mir überhört wird.
«Hallowed be thy name»
Lässt mich einfach und so was von kalt.
«Iron Maiden_»
Auch nicht gerade mein Song.
Iron Maiden.
Eine Best of.
Theoretisch kann ich mir dieses Album durchaus anhören, wenn es mir nicht so dolle geht.
Ich darf einfach nicht vergessen, den einen oder anderen Song zu überspringen, ansonsten kommt es nicht gut.
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