Gary - The Moore ....
Ich könnte schreien, oder auch.
Für mich gehört er noch heute zu den absoluten Top-Künstlern ...
Da wären noch ein paar sehr gute Alben gekommen, hätte der Tod nicht die Meinung vertreten, er würde einen neuen Guitar-Hero für seine Band benötigen...
Wie gut GM gewesen ist, kann man auf dieser Live-Scheibe nachvollziehen.
Erstens, gibt es sehr wenige Musiker, die nicht nur in ihrem Stamm-Stil sehr gut waren, sondern es auch geschafft haben, sich einen anderen Stil anzueignen und dort genau so gut dazustehen ... Zweitens ... auch Live war GM eine absolute Macht .. der sich hinter niemandem hat verstecken müssen ...
Für mich ist Blues Alive eine der besten Live-Scheiben .. eben, weil sie die oben genannten Dinge perfekt aufzeigt, aber auch, weil sie randvoll mit absolut tollen Liedern ist ..
Heute will ich den Tag ein wenig bluesiger angehen.
Gary Moore.
Schon zu Lebzeiten war er einer der ganz Grossen und eine Legende.
Sehr schade, dass er viel zu früh verstorben ist.
Zum Glück hinterlässt er uns einen ganz grossen Haufen an Musik, den wir immer und immer wieder anhören können.
So.
Los geht es im Lande der Ohren und Musik.
„Cold day in hell“
Sein Ruhm basiert eigentlich auf seiner Arbeit als Rock- und Metalmusiker.
Umso überraschender war es dann, als er eines Tages meinte, er wolle von nun an nur noch den Blues spielen. Die meisten waren der Meinung, dass das nichts werden könne und er sich blamieren würde.
Wie sehr sich doch diese Miesmacher alle getäuscht haben.
Nehmen wir nur schon einmal diesen Song.
Dass er mit seiner Gitarre auch den Blues zu spielen weiss, zeigt er damit grandios.
Für mich aber ein Lied, das ich mir nur an besonders sonnigen Tagen anhöre. Nur schon der Titel würde mich sonst ein wenig runter ziehen und dieses Risiko mag ich nicht immer eingehen.
„Walking by myself“
Ein genialer Song, der, trotz seines Titels, etwas positives transportiert. Kann ich mir sehr gut auch dann anhören, wenn mir das Leben nicht besonders lebenswert scheint. Sehr oft hilft mir das Lied sogar, mich ein wenig besser zu fühlen.
„Story of the Blues“
Eine Ballade. Episch, dramatisch, ein wenig melancholisch. Vorsicht ist hier so was von angeraten. Falsch angewendet, bekomme ich echte Probleme.
„Oh Pretty Woman“
Ich kann es nicht beschreiben und sagen, warum dem so ist, aber ich mag dieses Lied einfach nicht.
Vielleicht habe ich es schon viel zu oft gehört. Aber es nervt.
Es macht mich nervös. Ich werde zappelig und weiss nicht, wie und wo ich mich fühlen soll.
Ein Lied, das ich einfach nicht hören sollte und auch nicht hören will.
„Separate Ways“
Wieder eine Ballade.
Dazu schreibe ich nur folgendes: es gilt auch hier, was bei Balladen für mich grundsätzlich gilt.
„Too tired“
Ja, wer fühlt sich nicht ab und zu einfach zu müde, viel zu müde.
Nicht, dass das Lied schlecht wäre. Es packt mich einfach nicht. Wenn es läuft, schweife ich mit den Gedanken ab. Höre es zwar, bin aber völlig teilhahmslos, als ob es in der einen Welt gespielt wird und ich in einer völlig anderen lebe und existiere.
„Still got the blues“
Eine Ballade. Hier gelten für mich, wie schon so oft geschrieben, die grundsätzlichen Grundsätze zum Thema Ballade.
Diese hier ist, so finde ich auf jeden Fall, mehr als gelungen und eigentlich sehr schön.
ABER: ist für mich gefährlich zu hören, wenn die Tage nicht so lebendig scheinen.
„Since I met you“
Irgendwie kann ich mit diesem Lied nichts anfangen. Es kommt mir wie ein Fremdkörper vor, der da gar nicht hingehört. Es lässt mich kalt, und irgendwie plätschert es einfach an mir und meinen Ohren vorbei.
„The Sky is crying“
Ballade.
„Further on upon the road“
Mit diesem Lied kann ich auch nicht viel anfangen. Es berührt mich weder positiv noch negativ.
Es tönt einfach. Nicht mehr, nicht weniger.
„King of the Blues“
Hat was von einer Halbballade. Ist ein gutes Lied. Kommt gut, macht auf einigermassen Spass.
Gehört aber nicht zu den Songs, an die ich mich sofort erinnern würde, wenn man mich danach fragen sollte.
Von dem her hat er auch keinen grossen impact auf mich.
„Parisienne Walkways“
Ballade.
Eine der besten, die Gary Moore je geschrieben und aufgenommen hat.
Sehr schönes Stück Musik.
Auch eine dieser Songs, der mich zur falschen Zeit in die Tiefe reissen kann. Da muss ich schon sehr vorsichtig sein.
„Jumpin‘ at shadows“
Auch ein Slowsong.
Allerdings einer, der einfach an mir vorbeizieht, ohne mich wirklich zu erreichen.
Ich habe es ein paar mal versucht, ihn mir konzentriert zu geben. Ist aber nie wirklich gelungen. Noch bei jedem Versuch sind meine Gedanken Lichtjahre an Entfernung an dem Lied vorbeigeflogen.
Was soll ich zum Schluss sagen??
Es ist ein Album, dass ich mir an den besonderen Tagen nicht anhören sollte. Damit würde ich Gefahr laufen, es für mich viel zu schwer zu machen.
Es kann nur schiefgehen und schwärzer um mich herum werden, höre ich mir dieses Album an.
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