Sonntag, 6. Januar 2019

Back in Time, genauer gesagt zum 16.07.2015

Das mit dem Schlafen ist bei mir so eine Sache.

Wie es im nachfolgenden Text zu lesen sein wird, wäre es schon ganz toll und sicher eine neue Erfahrung, wenn ich es für einmal schaffen würde, stolze sieben oder gar acht oder sogar neun Stunden am Stück zu schlafen.

Gelingt mir aber einfach nicht.

Kaum bin ich wach, bin ich wirklich wach und verspüre den Drang, etwas zu machen.

Ich schaffe es erst, mich wieder ein wenig zu entspannen, wenn ich etwas gemacht habe, irgendeine Arbeit erledigt habe, oder im besten Falle, Gedanken zu Papier gebracht habe, die mich verfolgen, immer und immer wieder in meinem Geist auftauchen und mir das Gefühl geben, erst gehen  zu wollen, wenn ich sie abgearbeitet habe.

Vielleicht ist das der Grund, warum es mir oftmals erst besser geht, ich ein wenig entspannter bin, wenn ich etwas zu Papier gebracht habe. 

Würde ich alles ausdrucken, was ich schon geschrieben habe, was mit Gedankengängen zu tun hat, was etwas in mir geschrieben sehen wollte, müsste ich wohl einen eigenen Papierplaneten für mich anlegen und hoffen, dass dort genügend Papier produziert wird, um auch wirklich alles zu drucken.

Das Gute am Schreiben ist, auf jeden Fall für mich, dass ich mich mit jedem geschriebenen Wort entspannter und besser fühle und die Chancen immer besser werden, einschlafen zu können. 

So, jetzt aber zum Text, den ich gefunden habe und der eigentlich gut ausdrückt, und vielleicht sogar verständlich, was in Sachen Schlafen und Depressionen in meinem Leben vorgeht und wie ich mich fühle in diesem Zusammenhang:

Das das Schlafen und ich nicht wirklich die besten Freunde sind, das ist und war schon immer so ... 

Im Gegensatz zu den meisten meiner Mitmenschen habe ich es, wenn ich mich recht erinnere, noch kaum geschafft, eine Nacht auch wirklich ganz durchzuschlafen.

Weiss der Geier: ich träume immer mal wieder davon und stelle mir vor, wie toll und genial es sein muss, ins Bett zu gehen, einzuschlafen und am Morgen, so gegen sechs oder sieben Uhr aufzuwachen und zu denken: wow, ich habe stolze 7 oder 8 Stunden ohne Unterbrechung geschlafen.

Wie so oft im Leben, habe auch ich Tage, da reicht mir meine Art und Weise des Schlafens und ich bin fit und munter. Dann wiederum gibt es Tage, da würden mir 200 Stunden Schlaf nichts bringen und schon gar nicht helfen.

Inzwischen weiss ich, dass es zum Teil daran liegt, dass ich, warum auch immer, nach einer gewissen Zeit zu wenig Eisen im Blut habe und daher im Krankenhaus, auf Anweisung meines Doktors, eine Ladung in den Körper gejagt bekomme. Einen Beutel voll, um es so zu sagen.

Das hilft mir dann auch wieder für ein paar Wochen, bis es wieder notwendig ist, eine neue Ladung Eisen abholen zu gehen.

Wie es im Buch steht, ist es auch bei mir: 

Teilweise wache ich viel zu früh auf und kaum bin ich wach, werde ich schon von so und so vielen Gedanken gejagt und verwirrt und schaffe es dann diesen nicht mehr, einzuschlafen. Lustigerweise kostet mich das Ganze zwar Energie, und ich werde müde davon, aber einschlafen ist trotzdem nicht mehr, weil mich dieses Wirrwarr einfach viel zu wach und verwirrt hält.

Zwar nicht mehr so häufig, aber immer noch, von Zeit zu Zeit, erwache ich, mein Körper fühlt sich aber an, als ob mein gesamter Körper mit Blei oder sonst was schwerem angefüllt wäre. Bewegung ist dann nicht mehr wirklich gegeben und es fällt mir schon schwer, mich von einer auf die andere Seite zu drehen.

Jetzt stelle ich mir, mal wieder einer meiner Lieblingsfragen;  wie würde mein Leben aussehen, wenn ich frei von Depressionen wäre? Wie toll muss das Leben sein, wie einfach, um vieles einfacher, wenn man sich nicht mit Depressionen plagen muss, wenn man einfach sein Leben leben kann, ohne dass man sich von Zeit zu Zeit wie ein Stück Blei fühlt?

An Tagen, an denen es mir so richtig depressiv geht, wäre es für mich um so vieles besser, wenn ich keine Menschen um mich hätte. Ab und zu kommt es vor, dass ich eine Zurückweisung erdulden muss, sich jemand über etwas von mir gemachtes beschwert. Das sind die Tage, an denen ich einfach nur wehrlos bin und mich so etwas nur noch weiter in die Depression treibt. Soll heissen: es geht mir,  nachdem ich so was habe anhören müssen, um Welten schlechter. Wie gesagt: ich würde mich gerne wehren, aber das fällt mir in so einem Augenblick sehr, sehr schwer und oft versage ich völlig dabei.

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