Sonntag, 6. Januar 2019

Marsch Marsch? Ein Film mit dem Titel Running Man

The Running Man (1987)

Der Arnold, der Schwarzenegger.

Muss ich diesen Mann noch gross mit Worten und Lobgesängen beschreiben?
Muss ich wirklich noch erwähnen, dass er der Action-Hero schlechthin ist? 
Ich glaube ja nicht wirklich.

Dieser Film basiert auf einer Geschichte, die von Stephen King unter dem Pseudonym Richard Bachman geschrieben worden ist.

Das Buch habe ich gelesen und ich sage: es ist eines der besseren, die von Hrn. King geschrieben worden ist. Das Buch kann ich eigentlich ohne Einschränkungen empfehlen. 

Aber, gehen wir zurück zum Film. 

Es dürfte klar sein, dass gewisse Änderungen haben vorgenommen werden müssen, damit das Buch in einen Film hat umgewandelt werden können und dann noch die eine oder andere Anpassung, damit Arnold die Hauptrolle hat übernehmen können.

Aber, das tut dem Spass, den dieser Film mir bereit keinen Abbruch.

Der Film lebt von Arnold und seiner Darstellung des Helden. Ein anderer hätte den Film so nicht getragen. 

Was mich immer wieder nervt und mich ein wenig verärgert, wenn der Film im Fernsehen gezeigt wird: er ist so was von zusammengeschnitten, dass es mir so was von weh tut. Daher habe ich mir den Film jetzt auf Blu Ray gekauft, die Uncut-Version und bin nicht mehr aufs Fernsehen und deren Gnade angewiesen. Das tut einfach nur gut, kann ich sagen.

Für mich ist der Film ein kleiner Klassiker. Es macht immer wieder Spass, ihn sich anzusehen, aber es ist nicht so, dass es ein Film ist, der bei mir unter meinen Top 100 zu finden ist.

Kann man sich ansehen, mehr als einmal sogar, aber, ich gebe hier keine Kaufempfehlung und auch keine Empfehlung, dass man den Film unbedingt gesehen haben muss.

Da ich ein Noldi-Fan bin, gehört es bei mir natürlich zum Standard, dass ich den Film kenne und ihn ein wenig gut finde *gg*..

Text zur Therapie:

Arnold Schwarzenegger.

Die Buchvorlage von Stephen King.

Hat man sich wenigstens ein ganz klein wenig an die Vorlage gehalten?

Hat man. Wenn auch wirklich nur ein ganz klein wenig.

Natürlich musste alles an den Star, den Superstar, den Star der Stars, angepasst werden. 

So auch der Held. 

Es kann ja nicht angehen, dass Arnold in einem Film mitspielt, den Helden gibt und dann am Schluss nicht überlegt und die Frau in die Arme nehmen darf.

Zu der Zeit war das einfach nicht möglich. Durfte nicht gemacht werden. Vor allem schon deswegen konnte es nicht gemacht werden, weil Arnold sicher ein Machtwort gesprochen hätte. 

Running Man ist nicht mehr, aber auch nicht weniger, als ein Action-Film, der ein bisschen Kritik an der Gesellschaft übt. Ein wenig über die Vorlieben in Sachen Reality-TV mosert und aufzeigen möchte, wohin wir gehen, wenn wir den Wahn in Sachen dieser Shows nicht in den Griff bekommen.

In unseren Breitengraden sind wir zwar auch schon recht weit, was diese Shows anbelangt, aber, wenn wir wirklich mal ein wenig geschockt werden wollen, müssen wir nur YouTube starten und nach der einen oder andern Japanischen Spielshow suchen und zusehen, was die Menschen bereit sind, dort über sich ergehen zu lassen und was die Showleute mit ihnen machen dürfen. 

Die Frage ist ja nur: wie lange dauert es noch, bis solche Sendungen auch hier Fuss gefasst haben werden?

Running Man spielt in einer möglichen Zukunft. 

Es geht um eine TV-Show, in der Menschen, die eines Verbrechens überführt worden sind, die Chance bekommen, ihre Freiheit wiederzuerlangen.
Dazu müssen sie aber 24 Stunden überleben. Sie werden in einem geschlossenen Gebiet ausgesetzt und dort von sogenannten Jägern, die natürlich, wie könnte es auch anders sein, schwer bewaffnet sind. 

Wie es sich gehört, für einen solchen Film, gibt es herzlich wenige Kandidaten, die diese Show überleben. 

Die, die die Jagd zwar überlebt haben, werden dann einfach Backstage um die Ecke gebracht, weil, wer will schon einen Verbrecher wieder auf die Menschheit loslassen oder gar dafür bezahlen, dass der in die Ferien darf.

Die Show selber ist so in sich selber ein ganz grosser Schwindel und es geht nur darum, die Massen vor die Glotze zu bekommen, eine Gehirnwäsche zu verabreichen, so dass die Politiker und Geschäftsleute machen können, was sie wollen.

Nun ist es, wie gesagt, ein Actionfilm, der ganz auf seinen Helden zugeschnitten worden ist. 

Dann haben wir noch den obligatorischen Bösewicht, der so gut dargestellt wird, dass ich auch heute noch am liebsten mitten in den Fernseher greifen würde, um ihn ein wenig zu würgen. Der Zuschauer kann den Bösen also so richtig gut hassen und damit funktioniert der Film von der Seite des Guten und von der Seite des Bösen her sehr gut.

Trotzdem ist der Film nicht wirklich der Bringer. Das eine oder andere hätte besser gemacht werden können. Ab und an habe ich auch das Gefühl, eine gewisse Leere im Film zu spüren. 

Macht aber alles nichts: Der Film funktioniert so weit, zieht mich nicht runter und kann mich recht gut ablenken, wenn ich mich nicht wohl fühle.

Damit hat er seinen Zweck für mich sehr gut und perfekt erfüllt.



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