Dienstag, 1. Januar 2019

Dunkle Geländer? Ein Film mit dem Titel Under Siege 2 - Dark Territory

Steven Seagal.


Ja, schon klar. 


Er ist nicht wirklich ein guter Schauspieler.


Ja, auch schon gehört.


Mehr als zwei oder drei Gesichtsausdrücke hat er nicht zu bieten.


WTF!!!


schreibe ich da nur.


Under Siege 2 gehört zu den Filmen, zu den Actionfilmen, die ich mir immer wieder ansehen kann, ohne dass ich mich dafür schäme oder sonstwie schlecht fühle. 


Der Film ist sicher nicht in der Liege der A-Movies zu finden und aufzulisten, was dem Vergnügen aber gar keinen Abbruch tut.


Der Film erfüllt alle Voraussetzungen perfekt, die ein Actionfilm erfüllen muss.

Welches diese sind, diese ominösen Voraussetzungen? Da hat, wie ich festgestellt habe, jeder und jede eine eigene Vorstellung, was da dazugehört.


Es fängt schon einmal mit dem Held an.


Ich mag Helden, die nicht viel reden, und wenn sie reden, dann ein oder zwei Sätze, wobei ich es schätze, wenn der zweite ein ganz cooler Spruch ist, der dem Gegner sagen soll: Jetzt hast du aber ein ganz grosses und vor allem böses Problem, dass du wohl nicht überleben willst.


Braucht ein Held wirklich mehr als einen Gesichtsausdruck? Warum eigentlich? Sein Job ist doch folgender: die Bösen ungespitzt in den Boden stecken, die Menschen retten, wenn möglich oder notwendig gleich die ganze Welt retten, sich vom Präsidenten die Hand schütteln lassen, und dann in den Sonnenuntergang reiten.


Dann ist da der Bösewicht, ob weiblich oder männlich ist egal. Der muss schon mal ganz böse sein. Er muss bereit sein, jemanden, egal ob Mann oder Frau, um die Ecke zu bringen, um seinen Standpunkt klar und deutlich zu machen. 


Diese ersten beiden Punkte werden hier erfüllt.


Seagal will die Menschen retten und legt die Bösen ohne mit der Wimper zu zucken um. Wenn es dabei den einen oder anderen Kollateralschaden gibt, das gehört zum Leben dazu. 


Dann wäre da der Oberbösewicht, gespielt von Eric Bogosian. Ja, der Kerl hat den Blick des Wahnsinns und der tödlichen Entschlossenheit mehr als drauf und kennt keine Gnade. Wenn er jemanden nicht mehr braucht, lässt der diese beseitigen. Er geht nicht das Risiko ein, dass die ihm noch in die Suppe spucken können (wie es die Bösen in anderen Filmen so gerne zulassen).


Der Oberbösewicht hat natürlich den Chefhandlanger an seiner Seite. Ein Söldner der Sorte Ich-lege-für-genug-geld-auch-meine-mutter-ins-grab". Der will nur Blut und sehr viel Geld sehen. 


Ja, damit haben wir schon einmal den grossen Teil des Actionfilms erfasst.


Die Handlung? Ja, auch die ist vorhanden.


Obwohl .. es spielt in diesem Film viel mehr eine Rolle, wo die Handlung stattfindet: in einem fahrenden Zug. Damit hat der Held schon mal einen abgesteckten Ort, in dem er sich mit den Bösen beschäftigen muss und wo er sehr aufpassen muss, nicht selber erwischt zu werden. 


Das dient schon einmal sehr der Spannung, die mehr als zur genüge vorhanden ist. Soll heissen: es wird mir während ich den Film sehe, nie wirklich langweilig, was nicht viele Filme von sich sagen können.


BEVOR ich es vergesse zu erwähnen: es ist von Vorteil, wenn der Zuschauer sich hier die Uncut-Version besorgt. Es erklärt dann doch das eine oder andere, vor allem Charaktere, die mit einemmal nicht mehr auf der Leinwand zu sehen sind und wo man sich dann doch fragen könnte, was mit ihnen geschehen ist.


Was soll ich noch weiter sagen .. 


Ich mag diesen Film .. er ist spannend .. der Held .. mit dem kann ich mitfiebern .. er redet auch nicht zu viel, sondern handelt, wenn er handeln muss .. 


Dann wäre da noch Katherine Heigl, die die Nichte spielt ..


so gesehen: das ist ein Film, der einem jeden Abend versüssen kann ...


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