Dienstag, 1. Januar 2019

Kreiseln? Ein Film mit dem Titel Looper

Looper

Wie die meisten Menschen, sehe ich mir gerne Filme an, die ein wenig fordern, die Spass machen, die auch gerne gute Action beinhalten dürfen und vor allem, sie dürfen nicht langweilig sein.

Wenn ein Film auch ein wenig an der Logik und der Realität vorbeidüst, dann kann ich, unter den Umständen sehr gut, oder einfach nur gut damit leben.

Nehmen wir nun einmal Looper.

Ich kann es gleich sagen: ich mag den Film. Wenn um die Kategorie Zeitreise-Filme geht, gehört dieser auf jeden Fall zu den besseren.

Bruce Willis. Er passt sehr gut in die Rolle und bringt den Charakter auch gut bis sehr gut rüber. Ich würde ihm die Figur, sagen wir mal, immer wieder mal abnehmen.
Mein ganz grosses, bis nervendes Problem mit Bruce Willis ist aber folgendes: ich sehe in ihm immer wieder John McLane. JM ist eine dieser Kinofiguren, die einfach übergross geworden ist, die schon fast ein eigenes Leben angefangen hat.
Geht es ums Kino und Actionfilme, die einem sofort in den Sinn kommen, gehört Stirb Langsam ganz sicher immer dazu. Denkt man an Stirb Langsam, denkt man auch gleich an John McLane, wie er barfuss durch die Glasssplitter rennt und halb verblutet seine Gegner besiegt.
Das macht es für mich schwer, einen ganzen Film lang zu vergessen, dass es diesen JM überhaupt einmal gegeben hat. 

Joseph Gordon-Levitt. Ja, da muss ich sagen: ich habe schon viele Filme gesehen, in denen er mitgespielt hat und, er ist bis jetzt immer menschlich, sympathisch rübergekommen. Meistens stellt er Charaktere dar, die auf der Seite des Guten stehen. 
Ich würde ihn schon gerne einmal als den Bösewicht, oder auch Oberbösewicht sehen. Aber das nur am Rande. 
Wie gehabt.
Er spielt die Figur wirklich gut und lässt einem fast vergessen, dass es nur ein fiktiver Charakter ist.

Emily Blunt. Irgendwie, ich weiss, dass sie mitspielt, aber, und das finde ich schade: kaum war der Film vorbei, habe ich das beinahe wieder vergessen. 
Die Rolle hätte, von mir aus gesehen, besser geschrieben werden können. Ich gebe in diesem Fall nicht der Schauspielerin schuld, sondern denen, die das Drehbuch geschrieben haben.

Der Film selber?

Das mit den Zeitreisen ist halt immer so eine Sache. Ich mache es bei dieser Art von Film immer gleich: ich hinterfrage das Ganze nicht. Das macht es einfacher und ich kann den Film viel eher geniessen. 

Mir gefällt vor allem, mit welcher Konsequenz die Geschichte durchgezogen wird und es zwar ein Happy End gibt, aber, für einmal, ein Happy End der anderen Sorte.

Ja, die beiden Hauptcharaktere überleben den Film nicht, aber das auch nur, damit schlussendlich das Gute obsiegt, was die Figur des JGL zu einem Helden macht.

Kurz gesagt: mit diesem Film kann ich sehr gut leben und ich werde mir den Film sicher noch das eine oder andere mal ansehen, um zu kontrollieren, ob ich nicht doch etwas übersehen habe.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen