Mittwoch, 2. Januar 2019

Thomas? Ein Film mit dem Titel Mission: Impossible - Rogue Nation

Ich versuche mich im Augenblick daran zu erinnern, was mir so an der Fernsehserie gefallen hat und noch immer so gut gefällt.


Da fallen mir doch ein oder zwei Dinge ein ..


Nehmen wir folgendes:


In der Serie, der alten und der neuen Version, war es ein Team, dass den Fall der Woche, wenn es nicht gerade ein zwei-Teiler gewesen ist, gelöst hat.


Einer hat nicht ohne den anderen funktionieren können und jeder war auf die Arbeit des anderen angewiesen. 


Die Serie ist meistens recht ruhig gewesen. Soll heissen: Das Team hat so gut und so intelligent vorausgeplant, dass es sehr selten notwendig gewesen ist, in blinde Hektik zu verfallen und statt mit Intelligenz, mit Stunts einen Fall lösen zu müssen. 

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Nehmen wir doch gleich einmal diesen Film hier: Rogue Nation.


Wie fängt der Film an: im Stile eines Bond-Filmes - Vor dem Vorspann hat Ethan Hunt den Auftrag, ein Paket in die Finger zu bekommen, welches sich in einem Transportflugzeug befindet. Er schafft es ja nicht, ins Flugzeug zu kommen, wenn es noch am Boden steht, nein, er muss ins Flugzeug kommen, wenn er sich schon in den höchsten Höhen befindet und dazu muss er sich noch ein wenig an der Türe festklammern, weil die ja noch zu öffnen ist.


Man verstehe mich bitte nicht falsch: der Stunt ist nicht von schlechten Eltern und recht beeindruckend .. aber .. ich stelle mir schon die Frage:


Echte Agenten: würden die nicht versuchen, viel, sehr viel unauffälliger an so ein Paket zu kommen??? Wäre es für einen Agenten und vor allem sein Leben, nicht viel besser, wenn niemand, oder wenigstens so wenig Leute wie möglich, sein Gesicht kennen?


Von dem her gesehen ist Hunt zwar ein toller Stuntman, aber ein echt schlechter, sehr schlechter Agent. Irgendwie scheint ja jeder zu wissen, wie er aussieht. 


So .. .


Aha .. 


Sieh an .. sie haben es gewagt .. und eine neue Idee gehabt: 


Ethan Hunt ist hinter einer Gruppierung her, die sich selber Das Syndikat nennt.


Auf jeden Fall schaffen sie es, dass das IMF aufgelöst und der CIA unterstellt wird.


Damit ist Hunt auf der Flucht und wird von der CIA gesucht. 


Gleichzeitig ist er noch immer auf der Jagd und ist selber der Gejagte, sogar von zwei Seiten her wird er gejagt, was doch ein gewisses Mass an Spannung in den Film bringt.


Jetzt hoffe ich natürlich, dass die Macher das wissen auszunutzen.


Und wieder ist ein wenig Zeit verstrichen und wieder ist ein wenig des Films gelaufen ..


Hmm .. Was für ein Tag. Es ist Freitag .. wenn ich das so bemerken darf. 


Was mir bisher aufgefallen ist: es hat ein paar Verfolgungsjagden gegeben und es hat ein paar Actionsequenzen gegeben. 


Die meisten davon sind brutal in die Länge gezogen, auf jeden Fall für meinen Geschmack. Eigentlich hätten alle diese Actioneinlagen viel kürzer sein müssen, kürzer und knackiger. Damit wäre der Film straffer und am Schluss auch spannender.


Der Film wäre auch viel spannender, wenn das Team, das die meiste Zeit ja eh nur aus Hunt zu bestehen scheint und ein paar anderen, die aber nicht mehr als Schatten zu seinen Füsse sind, ein wenig mehr Denkarbeit zu verrichten hätte. Aber nein, man könnte meinen, das je mehr gerannt, gefahren, gestürzt, geprügelt und geschossen wird, ein Film damit spannender und aufregender wird. 


Wiederum ..


Die Kamerarbeit ist oftmals sehr gut .. sogar überdurchschnittlich gut .. die Actionszenen sind auch sehr gut .. keine Frage .. da sieht man jeden Dollar, der reingesteckt worden ist ..


Die Story .. ja, mir ist gerade der Gedanke von der Story gekommen: na ja .. da habe ich mehr zu erzählen, wenn ich von der Toilette komme und oftmals ist es sogar spannender. 


Es wird natürlich versucht, mit dem einen oder anderen Twist und der einen oder anderen falschen Spur Spannung in den Film zu bekommen. Leider gelingt das auch nicht wirklich.


Auch hier bin ich der Meinung, dass vieles besser funktionieren würde, hätte man die restlichen Teammitglieder viel mehr in den Film und vor allem in die Story, die Handlung integriert. 


Damit wäre ich eigentlich wieder dort, wo ich angefangen habe: 


Bei der Serie.


Wer sehen will, wie Spannung zu wirken hat, wie Spannung aufgebaut und gebraucht wird, wie Spannung auch ohne viel zu viel Action aufgebaut werden kann und vor allem, wer sehen will, wie eine Serie funktionieren kann, in der wirklich das ganze Team arbeitet und mitwirkt .. der soll sich die Serie ansehen .. das Original und die Neuauflage. Beide sind mehr als sehenswert und zeigen einem, wie es sich anfühlt, wenn man vor Spannung die Zehennägel anfängt zu kauen.


Da fällt mir noch etwas ein:


Es könnte ja sein, dass der eine oder andere Leser denkt und sich fragt: warum hat er den Bösen nicht erwähnt? Der ist so langweilig, so bar jeglicher Spannung und jeglichen Charismas .. dass ich bei diesen Zeilen lassen werde .. 




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