Auch wenn ich, so sehe und "fühle" ich das auf jeden Fall, weniger Probleme mit dem Thema Einsamkeit und Alleinsein habe, gibt es auch hier und bei mir Tage, da stelle ich mir die Frage, ob ich irgendwann als Lonesome Cowboy sterben werde und wie lange es wohl dauern wird, bis jemandem auffällt, dass ich irgendwo nicht aufgetaucht sein werde.
Auf der anderen Seite mag ich mich mit solchen Gedanken nicht wirklich beschäftigen, weil die die unangenehme Nebenwirkung haben, mich in die Tiefe zu ziehen und damit in die Nähe einer echt üblen Depression bringen können.
Ich bin in dieser Angelegenheit einfach ein wenig der typische Zwilling: auf der einen Seite hätte ich schon gerne öfters Menschen um mich herum, auf der anderen Seite fühle ich mich dann schon nach ein paar Sekunden wie der absolute Aussenseiter, was ich schon immer war, heute noch bin und auch immer sein werde.
Allerdings kann ich heute damit viel besser umgehen, weil ich einfach weiss, dass der Junge ein Aspie mit ADHS und schweren Depressionen ist.
Aber auch dazu kann ich mich mit der Zeit noch weiter auslassen, daher gleich der Text aus längst vergangenen Zeiten:
Eigentlich sollte mir bei dem Gedanken, wie oft in meinem Leben ich schon verarscht worden bin, mehr als übel werden.
Eigentlich sollte sich bei so einem Gedanken mein Magen direkt in nichts auflösen oder sich in eine andere Dimension verkrümmeln.
Wie bin ich bloss auf die Idee gekommen, dass es Menschen gibt, auf die man sich verlassen kann.
Wer hat mir bloss diesen giftigen Floh ins Ohr gesetzt. Auf jeden Fall muss das ein Sadist der schlimmsten Sorte gewesen sein.
Wenn man schon nichts mit mir zu tun haben will, soll man mir das auch gleich sagen. Alles andere ist einfach nur gemein und fies.
Es ist doch immer das gleiche: jedes mal in meinem Leben, wenn ich wirklich jemanden gebraucht hätte, war schon aus Prinzip keiner da. Nicht einmal in der Nähe war jemand.
Eigentlich war ja nicht mal jemand auf dem gleichen Planeten. So sehr wollen mir alle helfen.
Seit ich hier bin, kommt es mir vor, als wäre ich für alle aus den Augen aus dem Sinn und als wären sie froh darüber, dass ich jetzt weit weg von ihnen bin.
Wer will mich schon in seiner Nähe haben. Es gibt Tage, da will ja nicht mal ich in meiner Nähe sein. Von dem her kann ich es eigentlich noch recht gut verstehen.
Und wieder kommt das Gefühl in mir hoch, dass ich für all das Schlechte was auf und in dieser Welt passiert verantwortlich bin. Ein wirklich hässliches Gefühl, keine Frage.
Wer bin ich schon. Oft kommt es mir so vor, als ob ich nicht einmal ein richtiger Mensch wäre, mit dem man ja machen kann, was man will. Der einfach nicht zum Rest der Menschheit gehört, der auch nicht dazu passt. Ein Monster, ein Ungeheuer ... oder schlimmeres....
Es stellt sich wieder die Frage .. wer bin ich den schon ... wozu braucht es mich wirklich.
Wie immer fällt mir kein einziger Mensch ein, der mich für was auch immer brauchen könnte, der auf mich angewiesen ist oder einfach an mir Freude hätte, wenn ich bei ihm oder ihr bin.
Traurig ... traurig .... traurig ... und so hässlich ...
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