Reservoir Dogs (1992)
Wenn man sich dieses Frühwerk von Quentin Tarantino ansieht, versteht man langsam aber sicher, warum er es immer wieder schafft, so viele Superstars in einem Film zu versammeln.
Ich könnte mich ja täuschen, aber, es gibt nicht viele Regisseure, die es schaffen, in jedem ihrer Filme ein solches Staraufgebot zu integrieren.
Worum geht es eigentlich in dem Film: es geht um einen Überfall der schiefgegangen ist. Jetzt denkt die Grupper der Gangster, dass einer von ihnen ein Maulwurf, ein Polizist ist.
Wie sich das ganze jetzt ausweitet, wie es mit den Verdächtigungen immer weiter geht und hässlicher wird, dass ist schon ein Meisterwerk.
Tarantino braucht nicht viele Schauplätze. Er traut sich auch, längere Diskussionen der Leute zu zeigen, die auf den ersten Blick langweilig scheinen, die aber zum Leben dazu gehören.
Er traut sich auch, voll auf die 12 zu hauen und voll durchzuziehen. Wenn die sich auf die Glocke geben, dann blutet es. Wenn die auf einander schiessen, dann sterben sie auch, wenn sie richtig getroffen werden.
Es ist ein Film, der sehr, sehr intensiv ist. Jede Figur ist für sich genommen perfekt gespielt und dargestellt.
Wir haben es hier mit den Schauspielern Harvey Keitel, Tim Roth, Chris Penn, Steve Buscemi und Michael Madsen zu tun. Und auch Tarantino selber hat eine Rolle übernommen.
Und, was auch selten genug vorkommt: jeder spielt, als ob es seine letzte Rolle sein würde, als ob es kein Morgen mehr geben würde.
Daher funktioniert dieser Film auch so gut: weil jeder ganze 100% gibt (nein, es gibt keine 110%, weil man sonst auf 1000% gehen müsste und dann wären 110% gar nicht mehr so gut)
Wie auch immer: wer es erträgt, Blut zu sehen, wo Blut notwendig ist, wer einen echt spannenden Film aushält und es auch gerne hat, wenn alle Schauspieler ihr allerbestes geben, der ist mit diesem kleinen, sehr feinen Gangster- und Menschenfilm sehr gut bedient.
Ich wage es auch zu sagen, dass es ein Film ist, der für Menschen mit ADHS und Asperger-Syndrom mehr als perfekt ist.
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