Ab und zu sehe ich mir gerne einen Film an, in dem die Helden noch mit Händen und Kurzwaffen gegen die Bösen vorgehen .. wo sich die Kämpfer noch Auge in Auge gegenüberstehen ..
Was ist da besser, als ein Film, der im Titel den Begriff Ninja trägt ...
Habe ich mir seinerzeit gedacht, als ich mir diesen Film auf Blu Ray gekauft habe .. Viel habe ich im voraus über den Streifen nicht gewusst ... eigentlich nur .. dass es in dem Film Ninjas und viele Kämpfe geben soll ..
Gut .. Der Film fängt schon einmal sehr kämpferisch, reisserisch und vor allem .. sehr blutig an ..
Da lässt sich einer von der Yakuza tättowieren. Weil ihm etwas nicht passt, lässt er den Tättowierer seine beiden ganz grossen Pistolen sehen ..
Aus dem Schatten taucht ein Ninja auf, den der Zuschauer aber kaum zu sehen bekommt und tötet ein halbes Dutzend oder mehr Yakuza-Typen ... und das auf sehr, sagen wir einmal, blutige Art und Weise ..
Schon die ersten fünf Minuten sind für Menschen, die nicht über ein stabiles Nervenkostüm verfügen, keine einfache Sache und am besten, sollten diese Menschen um diesen Film einen grossen Bogen machen.
Nur so ein Gedanke für dazwischen ..
Wenn es von diesem Film eine geschnittene Version geben sollte: einfach gar nicht erst kaufen, leihen, ausleihen oder sonstwie besorgen: in diesem Film fliesst so viel Blut, dass, wenn alles geschnitten wird, von dem Film nicht mehr viel übrig bleibt. Vieles kann dann nur noch schwer nachvollzogen oder gar nicht mehr nachvollzogen werden .. Aber das nur so als kleiner Ratschlag für die Minuten dazwischen ..
Ja, der Film verfügt über so etwas wie eine Handlung ..
Da wäre einmal der Held: in diversen Rückblenden wird gezeigt, dass er für den Ninja-Clan und die Meister zum Ninja ausgebildet wurde, dass er den Tod seiner ersten Freundin miterleben musste .. und noch einiges mehr .. auch die Ausbildung geht nicht ohne einige blutige Szenen von sich .. Aber .. das scheint hier sehr dazuzugehören ...
Sei dem .. wie es so ist .. Es kommt der Tag, da verlässt er den Clan und nimmt den Kampf gegen sie auf ... Es scheint so, als ob die Gehirnwäsche bei ihm nicht funktioniert hat und er nun für sich selber denkt und Entscheidungen trifft ..
Daraus folgt .. dass er von diesem Zeitpunkt an, sehr viele Gegner hat, da es ja eine Schule ist, und dort nicht nur er ausgebildet worden ist ..
Wie es sich für einen Film mit Helden gehört, ist auch eine holde Maid anwesend, die von ihm beschützt werden muss ..
Sie hat einfach das gleiche Problem, wie sehr viele der Frauen in Filmen, die vom Helden beschützt werden muss .. sie hört nicht immer auf den Helden und bringt sich und ihn, auch wenn sie es nicht wirklich will .. Daher bekomme ich immer wieder Anfälle, wenn ich so was sehe .. Es ist ein Klischée, dass schon so oft verbraucht worden ist .. dass mir inzwischen schon fast schlecht wird ..
Zum Glück empfinde ich keinen Hass, sonst hätte ich, wenn ich so was in einem Film sehe, echt ein Problem ..
Gut .. gehen wir zurück zum Film ..
Die Kämpfe sind sehr gut gemacht .. keine Frage .. die Choreographie ist over the top ..
Was auffällt ist, dass das Blut CGI ist .. das nimmt dem Ganze ein wenig den Schrecken, keine Sache .. damit kann ich gut leben.
Früher, als es Computer in dem Masse noch nicht gab, musste, vor allem in Amerika, das Blut eine andere Farbe haben, damit es nicht echt aussieht .. es durfte wohl auch nicht die gleiche Konsistenz haben.
Damit haben die Macher dafür gesorgt, dass Filme auch von den jüngeren Mitmenschen gesehen werden dürfen (nehme ich jetzt einmal an, aber das ist nur gerade ein Gedanke, der mir gekommen ist) ..
Der Becher mit dem Kaffee ... der steht gerade ein wenig weit weg .. ich sollte wohl kurz aufstehen und ihn mir holen gehen .. Augenblick .. ich bin gleich zurück ..
Der Film ist spannend .. die Kämpfe sind in der Mehrzahl sehr sehenswert .. und .. etwas das sehr selten vorkommt, sorgen dafür, dass mein Puls schneller geht und ich meine Augen nicht mehr von der Leinwand nehmen kann ..
Der Held .. kann der bluten .. und wie der blutet .. jeder andere wäre schon längstens tot .. drei oder vier mal sogar .. aber der hier .. der kämpft weiter und tut .. als ob er .. ein Geist .. oder Schatten oder so was wäre .. aber immerhin .. im Gegensatz zu vielen anderen Helden .. verliert er tatsächlich Blut ..
So ganz am Schluss .. und als Fazit ...
Wer auf gute Schwertkämpfe und Kämpfe von Mann zu Mann steht .. der ist hier genau richtig .. und wenn dann noch keine Furcht vor literweise Blut besteht .. dann macht der Film sehr viel Spass .. ich für meinen Teil .. kann ihn mir immer mal wieder ansehen .. mal mit, mal ohne spulen ..
Ninja Assassin (2009)
Ich liebe gut gemachte Action-Filme.
Ich liebe gut gemachte Handkanten-Filme.
Ich liebe es, wenn in solchen Filmen voll und doppelt-voll auf die Kacke gehauen wird.
Einerseits gibt es die Handkanten-Filme, die von Shaw-Brothers stammen und ein ganzes Genre definiert haben und sehr viele Klassiker auf die Menschheit losgelassen haben. Auf der anderen Seite gibt es Handkanten-Filme aus den guten alten US of A, mit Draufhauern wie Chuck Norris und vielen anderen, die das Genre zwar nicht wirklich definiert haben, aber, wenigstens den einen oder anderen guten Film ergeben haben.
Ninja Assassin ist nun einer der ganz neuen Auswüchse aus diesem Genre.
Etwas muss ich gleich sagen: dieser Film spart nicht an Blut und blutigen Szenen. Wo Streifen aus früheren Zeiten höchstens so was angedeutet haben, wird hier voll und völler durchgezogen.
Wenn hier Blut spritzt, dann gleich literweise. Wenn hier die Messer fliegen und treffen, dann wird gestorben, die Arme fliegen weg, die Köpfe fliegen weg und so weiter.
Nichts für schwache Nerven also.
Worum geht es in dem Film? Kurz und bündig gesagt: Rache. Von daher passt das sogar in diesen Film, dass ganz blutig und roh gestorben wird.
Obwohl die Schnitte schnell und rasant sind, es schnell und sehr heftig zu und her geht, fehlt es dem Film teilweise an Spannung. Anders gesagt, es gibt Spannungsunterbrüche, wo es mir immer wieder passiert, dass ich dann anfange etwas anderes zu machen und erst nach ein paar Minuten bemerke, dass ich doch eigentlich einen Film ansehen wollte.
Schade eigentlich, stimmen die Ansätze für so einen Film doch.
Was mich aber am meisten stört ist, dass ich so gar nicht mit dem Helden mitfühlen mag. Eigentlich geht er mir am Hintern vorbei.
Ich denke, das ist für so einen Film fast ein Todesurteil. Ich sehe dem Helden zu und denke, wer bist den du? Was machst du da? Warum machst du was du machst?
Von dem her gesehen: ich denke, es gibt genug Leute, die diesen Film gut finden werden und ich würde sagen, wer Fan von diesem Genre ist, der wird auch Spass an diesem Film haben.
Ich habe diesen Film einmal gesehen und das war es dann aber auch für mich.
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