Mittwoch, 26. Dezember 2018

Zelt? House of Lords und das Album Demons Down

House of Lords und das Album „Demons Down“

„Oh Father“

Ich kann mich noch einigermassen erinnern.

Das ist das dritte Album, welches House of Lords auf die Menschheit losgelassen haben. 
Die ersten beiden gehören zu meinen Favoriten, All-Time-Favorites, sogar.

Dann brachten sie dieses Album auf den Markt.

Immer wieder hätte ich im Laufe der Zeit Gelegenheit gehabt, es mir zu kaufen.
Aber eben: ich bin wie ich bin und mein Leben ist eben auch mein Leben.

Bei einer Gelegenheit hatte ich einfach das Geld nicht. Bei einer anderen habe ich mir eine andere CD gekauft. Dann wieder hatte ich nicht genug Geld, oder es war einfach nirgends zu finden. 

Fast Schlussendlich dann war es wirklich nicht mehr aufzutreiben. Auf jeden Fall für mich nicht.

Vielleicht hätte ich es finden können, wenn ich so ziemlich jeden Shop und Laden besucht hätte, welcher Musik-CDs im Angebot hatte. 
Nur, im Verlaufe der Zeit hat es davon ja auch immer weniger gegeben. 

Gut, in Zürich habe ich von Zeit zu Zeit die Suche auf mich genommen und auch Geschäfte besucht, die doch ein wenig weit ab vom Schuss gelegen waren. 

Aber auch von denen verschanden dann immer mehr von der Bildfläche und die Suche hat sich um so schwieriger gestaltet.

Internet war zu der Zeit ja noch in den Anfängen und vor allem in der Schweiz noch ein Medium, welches nicht wirklich seinen Zweck zu erfüllen schien. 

Wie dem auch sei, ich kann mich ja später noch weiter auslassen.

Diesen Song werde ich umgehen, weil er sich um das Thema Vater kümmert und das ist bei mir etwas, das, dank meines Vaters, teilweise eh ein wenig schwer auf meinen Schultern liegt und es schafft, mich in die tiefsten Tiefen zu ziehen.

Das einzige, was wirklich verhindern kann, dass ich abrutsche und die Welt nur noch um so schwärzer um mich herum wird: ich werde sauwütend auf meinen Vater und verfluche ihn über drei Leben hinweg.

„Demons Down“

Gleich von der ersten Sekunde an wusste ich: dieser Song ist viel zu shwach auf der Brust. 
Auch wenn James Christian wirklich eine der besten Stimme für diese Art von Songs hat: hier hat auch er nichts mehr retten können.

Dieser Song berührt mich nicht und das eigentlich nur, weil er so schwach ist, dass seine Noten gleich einen Millimeter von der Box entfernt auf den Boden fallen und es so gar nicht richtig bis zu mir schaffen.

„What’s forever for“

Eine Ballade, die eigentlich nur recht gut daherkommt, weil der Song sich seine Stimme voll aus dem Körper singt und ich fast das Gefühl habe, die Lunge wolle auch gleich aus dem Mund hüpfen, aber ansonsten eher eine Ballade, die gesundes Mittelmass ist. 

Auf jeden Fall weiss ich hier nur, dass ich sie so auch nicht für die Firewall gebrauchen kann. 

„Talkin’ bout love“

Doch, gefällt mir schon einmal recht gut. 

Ist interessant, hat ein wenig progressive Elemente zu bieten und zieht die Kurve der Spannung immer mehr an. 

Kann ich sehr gut gebrauchen.

Braucht aber auch noch ein paar Durchgänge, bis ich mich endgültig entscheiden kann. 

„Spirit of Love“

So auf das erste Anhören hin, denke ich, doch, dass dieser Song mir gefällt. Obwohl es eine Halbballade ist und, vielleicht, aber da kann ich mich auch gerade einmal täuschen, ein wenig schmächtig daherkommt.

Da braucht es halt auch ein paar Durchgänge durch meinen Gehörgang, bevor ich es dann besser wissen kann.

„Down, Down, Down“

Ja, was soll ich bloss schreiben?

Eigentlich nur, dass House of Lords hier gleich alles richtig machen und einen echten, waschechten Rocker aus den Boxen springen lassen, und auch die Gitarren sind aus der Verpackung genommen worden und braten, als ob es bald keine Steaks mehr geben würde.

„Metallic Blue“

Keine Frage: hier legen House or Lords gleich noch ein paar Kilo drauf und rocken noch einen Zacken härter und mehr gerade aus und ich, habe ein Grinsen der Freude im Gesicht.

So muss Musik sein, wenn sie mir gefallen möchte :-)

„Inside you“

Der Ansatz wäre ja vorhanden, aber auch dieser Song ist so was von schwächlich auf seiner kleinen Brust, da bekomme ich ja fast das grosse Erbrechen und das noch grössere Kotzen.

„Johnny’s got a mind of his own“

Lässt mich von der ersten Sekunde an kalt, und ich schaffe es einfach nicht, auch nur den Funken von Interesse oder Begeistunger dafür aufzubringen.

„Can’t fight love“

Zum Abschluss des Albums gibt es noch einmal einen Rocker der macht was er machen soll: er rockt und rotzt und bringt mich zum Grinsen :-)

Und auch so lasse ich mir gute Musik gefallen.

Es könnt auch bei diesem Lied sein, dass es mit der Zeit zu einem zeitlosen Klassiker für meine Ohren und mich werden wird. 





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