Und wieder treffe ich auf ein Al-bum von Jean Beauvoir.
Das erste, dass ich für diese Samm-lung unter die Ohren genommen habe, konnte mich zu keiner Se-kunde überzeugen.
Jetzt bin ich mehr als gespannt, was mich hier erwartet.
«I wanna know»
Es ist auf jeden Fall besser, als al-les, was auf dem anderen Album zu finden ist. Trotzdem: ich fühle mich nicht abgeholt oder in die Welt des Liedes hineingezogen.
«Higher»
Auch das ist schon um einiges bes-ser. Trotzdem: da gibt es viele Lie-der, die um Welten besser sind. Die mir viel mehr Spass machen, oder mich wenigstens ein ganz klein mehr berühren.
«I don’t need ya»
Aha.
Ok.
Das ist dann ein Gemisch aus ein paar Stilen.
Das muss ja an und für sich nichts Schlechtes sein.
Es kann aber eine schlechte Idee sein, so was in die Tat umzusetzen.
Wie in diesem Fall hier.
Leider schafft es dieser Song, mich nervös zu machen. Ich verspüre einen gewissen Drang in mir. Im schlimmsten Fall könnte mich die-ser Song sogar depressiv stimmen.
«Where the river runs deep»
Hier versucht er ein wenig tropi-sches Feeling zu vermitteln, Ge-fühle von Ferien und Gemütlich-keit. Gelingt ihm aber nicht.
Auf jeden Fall verspüre ich nichts von alledem.
Eher nervt es mich sogar.
Wenn es so weitergeht, werde ich genervt, sehr genervt, leicht wü-tend und, wenn alle Tore ge-sprengt werden, sogar ein wenig depressiv.
«I want to lay here»
WTF.
Soviel jammere ja nicht einmal ich, wenn es mir schlecht geht.
Nö. Auch dieses Lied kann mich runterziehen, nur schon weil es mich frustriert, dass jemand, der so begabt ist, solch schwache Lie-der bastelt und den Mut hat, diese dann noch zu verkaufen.
«Something to believe in»
Das kommt recht poppig daher. Aber auch auf diese Art und Weise kann es mich nicht überzeugen.
«Even more»
Das ist so langweilig, dass ich da-mit sogar in die Depression fallen könnte.
«Addicted to us»
Wenn sie könnten, ich meine die Ohren, die an meinem Kopf hän-gen, würden sie sich selber Ze-ment einfüllen.
«Dying End»
Also, bitte: GNADEEEEEE
«Teenager»
Sorry und Entschuldigung an meine Ohren, dass ich euch das antue. Es wird nie mehr vorkommen.
«Amazing»
Satz mit ohne mit X war wohl ganz und gar nix.
«Angel»
Ach ne.
Jetzt noch auf die langsame Schie-ne auffahren wollen und dann gleich eine Ballade schaffen, die eigentlich Langweilade genannt werden sollte.
Liebe Leute, liebe Leute ..
Wenn es mir schlecht geht, werde ich so was von einem weiten Weg zwischen mir und diesem Album lassen.
Es soll ja durchaus im Bereich des Möglichen liegen, dass ich mich, wenn auch nur sehr selten, ein ganz klein wenig täusche.
Im Falle von Jean Beauvoir scheint es so zu sein.
Vielleicht habe ich mich auch von seiner Gruppe Voodoo X. blenden lassen, die zwar nur ein Album auf den Markt geworfen haben, dafür aber eines, ohne wenn und aber und vor allem, eines, das einfach sehr gut und mehr als hörenswert ist.
Dann wäre da seine Soloscheibe Jacknifed, die mich von vorne bis hinten, von der ersten bis zur letzten Sekunde eigentlich nur enttäuscht hat.
«I wanna know» heisst der Einstieg in dieses Album und ich bin, da ich schon lange nicht mehr reingehört habe, gespannt.
Hmm. Ich ertappe mich dabei, wie ich ein ganz klein wenig mit den Füssen mitwippe und wie ich mir Gedanken darübermache, ob mir das Lied gefällt oder nicht. Auf der anderen Seite ist mir eben schon klar, dass, wenn ich mir schon Gedanken darübermache, sich die Frage von selber beantwortet hat.
Es ist nett. Haut mich nicht aus dem Bett. Gefällt mir ein ganz klein wenig. Wird es im Radio gespielt, würde ich es mir sogar anhören. Auf der anderen Seite ist die Spannungskurve nicht so gross, dass ich mit den Gedanken daran hängen bleiben würde.
«Higher» heisst Song Nummer Zwei und auch hier lasse ich mich überraschen.
Kommt schon einmal recht rockig daher. Aber es fällt sogar mir auf, dass es, um ein echter Rocker zu sein, ein ganz klein wenig zu gut gebügelt worden ist.
Das nimmt dem Lied einiges und sorgt dafür, das es zwar auch nett und hörbar daherkommt, aber eben zur gleichen Zeit nicht zu den Songs gezählt werden kann, die für die Ewigkeit geschrieben worden sind. Ein oder auch noch ein zweites Mal gehört und dann schon wieder vergessen.
«I don’t need ya»
Das ist jetzt ein Lied, bei dem ich, vom Titel her erwarte, dass der Interpret sich so richtig auskotzt und seinem Gegenüber ins Gesicht sagt, schreit, rotzt, was Sache ist.
Dieses Teil hier aber kommt so locker, flockig, verzückt, fast feige daher, dass ich mir gut vorstellen kann, wie der Typ der Frau etwas sagt, sie ihn dann ansieht und plötzlich anfängt, ihn auszulachen.
Ne, das ist ja jetzt echt ein Lied, welches er sich so hätte sparen können.
Zum Glück ist es aber so leer und frei jeglicher Luft, dass es mich weder nach unten noch nach oben zu ziehen vermag.
«Where the river runs deep»
Englischer Schlager. Anders kann ich das beim besten Willen nicht beschreiben.
Um nicht zu viele der Worte zu verlieren: es ist langweilig, langweilig, sogar sehr langweilig.
«I want to lay here »
Dieses Lied habe ich völlig verpasst, aber es war auch viel zu langweilig und zu tränig.
«Something to believe in»
Das ist ja nicht einmal mehr weder Pop noch Schlager. Bitte, befreiet mich von diesem Zeugs.
«Even More»
Uff.
Hier gilt das gleiche, wie ich es schon zu Something to believe in geschrieben habe. Echt, in etwa auf dem gleichen Niveau.
«Addicted to us»
Rockt zwar ein wenig mehr, aber es fehlt das gewisse Etwas, auch fehlt der Punch und dann vermisse ich auch noch den Tritt in den Magen, der mich wecken würde.
«Dying End»
Dieses Lied kommt so zuckrig und klebrig daher, dass ich schon nach 30 Sekunden Angst haben muss, Diabetes eingefangen zu haben.
So geht es nun wirklich auch nicht.
Langweilig, viel zu kitschig, viel zu zuckrig, viel zu klebrig und weit über den Trash hinaus geschrieben und interpretiert.
«Teenager»
Umpf.
Ohhh. Ahhh. Stöhn. Keuch. Bähhhh.
Weiter geht es mit dem nächsten Lied.
«Amazing»
Auch nicht besser.
Da könnte ich ja das grosse Kotzen und Davonrennen bekommen.
Und meine Ohren? Die fangen schon fast an zu bluten.
«Angel»
Wie erwartet: eine Ballade. Was auch anderes, bei dem Songtitel.
Wie der Rest der Lieder, auch keinen Deut besser.
Schon nach zehn Sekunden verspüre ich das dringende Verlangen, mir die Ohren mit Zement zuzumachen, damit das Elend endlich ein Ende hat.
Ganz am Schluss und als Fazit zu verstehen:
Ich mag dieses Album nicht.
Es hat kein einziges Lied, welches mir auch nur halbwegs gefällt.
Zum Glück habe ich mir diese Scheibe ganz billig zulegen können. Mehr wäre sie auch nicht wert gewesen. Eigentlich sollte ich ja fürs Anhören Schmerzensgeld bekommen.
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