Montag, 31. Dezember 2018

Back in Time - genauer - 21. Mai 2012

Zu dem Zeitpunkt war ich in der Klinik Kilchberg, um meiner Heilung nachzuhelfen.

Heilung in so vielen Dingen und Belangen.

Eigentlich habe ich mir ja vorgenommen, den Text durchzulesen, dann zu korrigieren und anschliessend einfach hier einzufügen, in dem Sinne, damit auch ich mal wieder mir zu Gemüte führen kann, wie und was ich noch vor ein paar Jahren gedacht habe und ob sich das eine oder andere beschriebene Problem schon gelöst hat.

Das mit dem Schlafen ist halt so eine Sache:

Fangen wir damit an:

Ich bin ein Asperger-Autist, der auch noch einen Schuss ADHS mit sich trägt.

Das führt dazu, dass ich mich besonders dann gut und intensiv konzentrieren kann, wenn es um mich herum ein wenig ruhiger ist.

Da ich schon seit meiner Kindheit mit dem Thema Reizüberflutung zu kämpfen und vor allem zu leben habe, bin ich halt sehr schnell zufrieden und froh, je weniger Geräusche und Nebenkriegsschausplätze es hat, die mich stören könnten.

Anders gesagt: je weniger Geräusche, Bewegungen und vor allem Menschen sich in meiner und meiner Ohren und Augen Nähe bewegen, desto besser und intensiver gelingt es mir, eine Arbeit konzentriert bis sogar hochkonzentriert anzugehen.

Aber dazu kann ich mich zu einem späteren Zeitpunkt noch weiter auslassen.

Daher hier noch ein kleiner Exkurs in meine Vergangenheit und die Gedanken, die ich aufgeschrieben habe:


"Es ist Montag.

Knapp nach High Noon. 

Was für ein Anfang der Woche.

Noch anfänglicher, und ich hätte denken können, dass der Weltuntergang nicht Ende Jahr stattfindet, sondern auf heute vorgezogen worden ist.

Fangen wir mal am Anfang an, also, um ein paar Sekundenbruchteile nach Mitternacht.

Irgendwie wollte es mir nicht so richtig gelingen, ins Land der Träume abzutauchen. Mit anderen Worten, es ist mir mehr als schwer gefallen, einzuschlafen.

Irgendwann ist es mir dann doch noch gelungen, allerdings nicht für wirklich sehr lange.

Um mich ein wenig zu beschäftigen, habe ich in Twitter Meldungen mit Favorit versehen, die ich, um diese Tageszeit als interessant empfunden habe. 

Nach einiger Zeit habe ich mich dann in den Fernsehraum verzogen, wo ich mir zuerst einen Bericht über Deutsche Schlager und die Schlagersänger angesehe habe und im Anschluss noch ein wenig das Sat1-Frühstückfernsehen angesehen habe.

Mit Schlafen war allerdings noch immer nicht sehr viel.

Bis zu dem Augenblick auf jeden Fall, als ich wieder im Zimmer war und mich nach dem Duschen an den Laptop gesetzt habe. Da wurde dann die Augenlider doch noch schwer und ich bin ein wenig eingedöst. Allerdings nicht für lange, schliesslich hat ja das Frühstück gerufen.

Schon zu dem Zeitpunkt ist mir das wachbleiben ein wenig schwerer gefallen.

Wie auch immer. 

Nach der Morgenrunde bin ich dann noch ein wenig sitzen geblieben und habe mit Laura gesprochen. Thema: Das EKG vom Freitag und warum ich noch immer nicht weiss, wofür diese Kontrolle gut war und ich noch immer nicht weiss, warum ich zu wenig rote Blutkörperchen habe und ein Eisenmangel vorliegt.

Alles Fragen, die noch nicht beantwortet sind. 

Ja gut, sei dem wie es dem auch so sei und ist.

Ich bin kurz aufs Zimmer gegangen, um mir Gehwerkzeug anzuziehen.

Da sehe ich in Facebook eine Meldung von Reto: 

Er hat geschrieben, dass seine Dropbox voll ist und nun wissen wolle, welche der Dokumente, die ich für ihn freigegeben habe, er löschen könne, da er den Zugriff darauf nicht mehr brauche.

Irgendwie hat mich das dann doch ein wenig umgehauen und aus der Bahn geworfen. Warum?

Das liegt sicher daran, dass ich mir die Frage gestellt habe: was zum Teufel?? Ich habe ihm den Zugriff auf meine Dropbox gegeben. War er noch hat ist der Zugriff auf den öffentlichen Ordner, wo er schon etwas abgelegt hat. 

Kann es sein, dass er sich einen eigenen Account bei Dropbox eingerichtet hat und jetzt meine Dokumente in seiner Box abgelegt worden sind? Das wäre eine Erklärung, wenn er wirklich einen eigenen Account hat.

Was jetzt aber, wenn er keinen eigenen Dropbox-Account hat und von meinem Account spricht und dort Daten löschen will, im Gefühl, es sei sein Account?

Ach Du meine Fresse. Die totale Müdigkeit und dann diese Anfrage, das hat mich doch recht aus der Bahn geworfen.
Aus der Bahn geworfen ist gut. Ich war so weit von jeglichem, was auch nur eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Weg hatte, dass ich mich schon gar nicht mehr in meinem Leben befunden habe."






Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen