Es gibt etwas, dass ich in Sachen Kino echt liebe, etwas, dass mich immer wieder aufstellt, etwas, dass mich nicht verzweifeln lässt.
Jedes Jahr gibt es so und so viele Filme, die über 100 Millionen Dollar kosten. Filme, bei denen der oder die Hauptdarsteller mehr als 10 Millionen Dollar kassieren.
Filme, bei denen es ein Jahr oder länger dauert, bis die Computereffekte fertig gestellt worden sind.
Das schlimmste was in so einem Fall passieren kann ist, dass der Film schon am Startwochenende weniger als 20 Millionen einspielt. Die Chancen, dass er die 100 Millionen Grenze erreicht, sind in diesem Augenblick sehr klein und gering.
Das sind die sogenannten Blockbuster. Das sind die Filme, von denen die Branche hofft, dass sie das ganz grosse Geld in die Kassen spülen.
Tja, jedes Jahr gibt es aber wieder Streifen, die unerhört viel Geld kosten und dann nur einen Bruchteil von dem Einspielen, was sie gekostet haben. In diesem Jahr ist das zum Beispiel 47 Ronin, der über 150 Millionen Dollar gekostet hat, aber nur gerade mal 100 Millionen weltweit eingenommen hat. Jetzt hoffen die Leute hinter dem Film, dass mit DVD- und Blu-Ray- Verleih und Verkauf noch ein wenig Geld verdient werden kann.
Jetzt kommt das, was ich so gerne habe.
Dann gibt es immer wieder diese "kleinen" Filme. Die kosten kaum etwas, die Schauspieler verdienen sicher keine Millionen damit, es sind kaum Special-Effects zu finden. Dafür hat man Geld in die Hand genommen, um ein gutes Drehbuch zu kaufen, das eine gute Geschichte zu erzählen hat.
So geschehen mit Grosse Pointe Blank.
Kurz gesagt geht es um einen Profi-Killer, gespielt von John Cusack, der einerseits ein wenig in der Midlife-Crisis steckt, auf der anderen Seite auch keine Lust mehr hat, Menschen um die Ecke zu bringen.
Er gehört zu den besten seines Fachs. Ein "Kollege" von ihm, gespielt von Dan Aykroyd, will, dass er sich ihm anschliesst. Er will eine Art Vereinigung machen, wo man krankenversichert ist, der Zahnarzt wird bezahlt und so weiter.
Da der erste Killer aber nicht mitmachen will, mischt sich der zweite Killer in den letzten Auftrag des ersten Killers ein und will ihm diesen Mord vor der Nase wegschnappen.
Kompliziert wird es dadurch, dass der Mord an dem Wochenende stattfinden soll, an dem die Klassenzusammenkunft in seiner Heimatstadt stattfindet und das Opfer dort wohnt.
Er geht also an diese Zusammenkunft, findet dort seine erste grosse Liebe wieder und findet raus, dass das Opfer der Vater der Frau ist.
Es kommt wie es kommen muss; es wird kompliziert.
Es hört sich jetzt recht brutal an, ist es aber nicht. Der Film ist eher eine Komödie, denn ein Action-Film, obwohl die Schiessereien sehr gut choreographiert sind.
John Cusack und Dan Aykroyd spielen sich immer wieder gegenseitig an die Wand. Dan ist so herrlich böse und fies als Killer und Cusack ist so herrlich selbstironisch und verwirrt als Killer auf der Suche nach dem Sinn des Lebens.
Ein Film, den ich mir so gerne immer wieder ansehe.
Ausserdem: er ist spannend, interessant, lustig, so dass ich ihn mir in einem Zug ansehen kann.
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