Samstag, 29. Dezember 2018

Lawless? Ein Film mit dem Titel Gesetz der Rache

Ich versuche mich gerade zu erinnern, warum ich diesen Film unbedingt habe sehen wollen.



Augenblick.



Moment.



Es sollte mir gleich wieder einfallen.



Nein.



Tut mir leid.



Nichts zu machen.



Keine Chance.



Worum geht es in diesem Film?



Kurz gesagt: ein Mann nimmt Rache.



Ein wenig länger: Ein Mann nimmt Rache am Rechtssystem, von dem er sich hintergangen fühlt.



Noch länger: Frau und Tochter des Mannes werden umgebracht. Einer der Täter landet auf dem Stuhl der so elektrisch ist. Der andere kommt, nachdem er den Kronzeugen gespielt hat, nur kurz in den Knast und ist mir nichts, dir nichts, wieder auf freiem Fuss. Eine Tatsache, mit der der Witwer nicht umgehen kann und sich deshalb überlegt, wie er sich am Rechtssystem auf grausame Art und Weise rächen kann. Vor allem an den Menschen, denen er Unfähigkeit und Ungerechtigkeit vorwirft.



Der Witwer tötet auf spektakuläre Art und Weise einen Mitarbeiter nach dem anderen der Staatsanwaltschaft, der er die grösste Schuld gibt. Er hört da aber nicht auf, sondern tötet auch die Richterin, die das Urteil gefällt hat.



Eigentlich weiss jeder, dass er der Mörder ist, nur kann es ihm nicht bewiesen werden.



Er sitzt ja inzwischen im Gefängnis und von dort aus kann er ja die Morde nicht begehen.



Schnell zeigt sich, dass der Witwer für die Geheimdienste gearbeitet hat und ein Genie ist. Es ist somit klar, dass er die Tötungen begeht, nur, wie macht er das aus der Zelle heraus.



Es ist ein Katz- und Mausspiel zwischen ihm und dem Staatsanwalt, der sich ganz kriegerisch gibt, aber immer wieder klein beigeben muss, es dann aber doch nicht tut und immer mehr Menschen um ihn herum sterben daher.


Was ich an dem Film mag, obwohl es eigentlich ja nur um Rache geht, ist, dass er geradeaus geht. Der Ehemann tötet auf grausame Art und Weise und lebt seine Fantasien aus. Von dem her gesehen: er kennt keine Gnade und zieht sein Ding voll durch. 



Da bin ich den Schreiberlingen sehr dankbar, dass sie sich getraut haben, voll auf die zwölf zu hauen. 


Butler passt perfekt in die Rolle des Rächers, der der Welt eigentlich nur zeigen will, wie seltsam und schweisse es in Sachen Recht und Gesetz läuft .. der aber auch von Anfang an damit rechnet, und eingeplant hat, dass er das Ganze nicht überlebt. Was ihm aber so ziemlich sicher ganz egal ist, weil er ohne seine Familie und nachdem er die Rache bekommen hat, keinen Sinn mehr im Leben sieht.


Jamie Foxx .. er spielt den Staatsanwalt, der, damit er weiter kommt und die Treppe so schnell wie möglich rauffällt, Deals eingeht, die ein Normalsterblicher nicht kapiert und verstehen kann. 


Schon von daher kann ich einigermassen nachvollziehen, was in ihm vorgeht und, ehrlich gesagt, es stellt sich mir schon die Frage, ob es nicht sehr viele Menschen gibt, die, hätten sie die Möglichkeiten und die Mittel, so was machen würden, weil sie sich von Recht und Gesetz verraten fühlen.


Der Film ist spannend, bietet ein oder zwei Twists, die man so nicht hat kommen sehen, ich auf jeden Fall nicht und ist, und das gefällt mir, geradlinig und zieht sein Ding durch.


Was will der Film sagen:



Es ist eine gute Sache und sehr verständlich, wenn man sich, an egal wem, rächen will, wenn die Familie um die Ecke gebracht worden ist.



Es ist auch eine gute und ehrenhafte Sache dafür sein Leben zu geben.



Der «Held» stirbt am Schluss, kommt durch eine seiner eigenen Fallen ums Leben, wirkt dabei aber ganz ruhig. Wahrscheinlich geht er davon aus, dass in ein paar Sekunden seine Familie vor ihm steht und sie wieder zusammengekommen sein werden.



Da stelle ich mir schon die Frage, ob das nun eine Art Selbstmord gewesen ist, die er begangen hat, wenn auch eher unfreiwillig und ist er wirklich ein so gläubiger Mensch, dass er sich damit beruhigen kann, seine Familie auf der anderen Seite wieder zu sehen. Wenn er gläubig ist, sieht es dann nicht eher so aus, dass er, für seine Taten, eher Richtung Hölle geschickt werden wird und somit nie wieder die Gelegenheit haben wird, seine Familie in die Arme schliessen zu können?



Fragen über Fragen, die mir bleiben, nachdem der Abspann gelaufen ist.



Auf eine seltsame Art und Weise habe ich das Gefühl, dass die Macher des Films es sich und dem Zuschauer haben einfach machen wollen, weil sie sagen; Rache ist eine gute Sache, wenn es die Familie betrifft. Dafür zu sterben ist auch eine gute Sache, schliesslich geht es noch immer um die Familie.



Der Film lässt mich mit einem ganz seltsamen Gefühl zurück.



Ich bin mir nicht sicher, was ich von dem halten soll, was ich, genau ich, in dem Film zu sehen glaube.



Keine Ahnung, was andere hier sehen und für sich entdecken.



Ich für meinen Teil denke, dass es ein Actioner ist, den ich mir, vielleicht noch einmal ansehen werde. Dabei sollte ich aber aufpassen, dass es nur zu einem Zeitpunkt ist, wenn es mir gut geht. Ansonsten besteht die Gefahr, dass ich auf Grund der Thematik und wie sie hier dargestellt wird, ein wenig schwärzlich sehen werde.









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