Verstanden habe ich es bis heute nicht richtig, oder eigentlich gar nicht, warum Winger zu so einem Feindbild geworden sind, in Sachen Musik ..
Aber, es gibt Dinge, die muss ich nicht verstehen und, ehrlich gesagt, die will ich auch gar nicht verstehen ..
Alle, die Winger für schlecht halten oder es für nötig halten, sie schlecht machen wollen .. die haben so gar keine Ahnung, was sie da verpassen .. gute bis sehr gute Musik, und eine Musik-Gruppe, die sehr gute Musik auf die Welt loslässt ..
"Can't get enuff" .. Das ist kein einfacher Rocker .. Winger haben sich getraut und diverse Genres zu einem neuen vermischt .. und, was soll ich sagen .. es tönt sehr gut .. und macht Laune auf mehr ... ich für meinen Teil, kann mir das Lied immer wieder einmal anhören ..
"Loosen up" .. sicher .. es ist kein wirklich tiefgreifendes Lied, aber, eigentlich ist der Zweck dieses Stück die Unterhaltung und es soll helfen, zu chillen, oder zu dancen .. wie dem auch sei .. es erfüllt seinen Zweck perfekt ...
"Easy come easy go" ... auch ein netter kleiner Locker, der seinen Zweck mehr als erfüllt .. sicher, kein Lied für die Ewigkeit .. aber ... es mach einfach nur Spass ..
"Miles Away" .. es ist im Grunde genommen eine sehr schöne Ballade .. aber, in meiner Welt gehört sich leider nicht in die Top Twenty .. aber immerhin in die Top 100
"Rainbow in the Rose" Als Zuhörer mag ich es fast nicht glauben, aber, Winger zeigen mit diesem Lied, dass sie sich auch in den Gefielden des Progressive Rocks auskennen und Lieder zaubern können, die einfach nur gut sind ..
"In the day we'll never see" ... Ein sehr schöner, recht epischer Song .. den man sich sehr laut anhören muss .. der einfach nur gute Laune macht .. in meinen Ohren hat er auch etwas sehr filmhaftes an sich ...
"Under one condition" .. eine halb-Ballade .. die sehr schön daher kommt und sogar mir recht gut gefällt ..
"Little Dirty Blonde" .. hier lässt man einfach mal den Spass raushängen .. und Winger lassen es locker und lässig und lustig gehen ..gefällt mir sehr gut ..
"Baptized by fire" ... Hard Rock gemischt mit ein wenig Hip Hop .. so muss es tönen, wenn es richtig gemacht wird.. sicher nicht mein Favorit, aber kein Lied, dass ich überskippen würde..
"You are the saint, I am the sinner" .. tritt mächtig in den Hintern und lässt einem die Tanzfläche putzen .. macht sehr viel Spass
"In the heart of the Young" .. das ist dann schon wieder ein eher edles Lied ... episch angehaucht .. mitreissend .. und aufzeigend, wie viel Talent sich in den Musikern dieser Gruppe verbirgt ..
Kurz gesagt .. in den Laden gehen und kaufen ..
Und das ist der Text nach dem Überarbeiten:
Es gibt in meinem Le-ben das eine oder ande-re, das ich, auch nach sehr langem nachden-ken, einfach nicht habe verstehen können.
Zum Beispiel:
Als Winger in den USA gross rausgekommen sind, hat es nicht lange gedauert, bis sie zum Feindbild von denen geworden sind, die auf echten Metal stehen. Habe ich nie verstan-den, weil Winger nie gesagt haben, sie wür-den so was wie True Metal auf die Leute los-lassen.
Winger wurden von vie-len Seiten her beschos-sen, was sich mir nie ganz erschlossen hat.
Für mich hat immer nur eines gezählt: die Musik ist klasse bis sehr klas-se und unterhält mich bestens.
Was interessiert es mich dann, ob sie die Haare mit mehr Haar-spray aufmotzen, als zehn Frauen zusam-men? Was interessiert es mich, ob sie mehr Eyeliner gebrauchen, als 50 Frauen zusam-men?
So lange die Musik gut ist, kann ich mit dem Rest leben, weil er mir eben am Hintern vor-beigeht.
«Can’t get enough»
Das Album startet mit einem echten Rocker, auf jeden Fall, wie so was zu der Zeit verstan-den worden ist. Was mir gefällt: auch nach all den Jahren hat das Lied nichts von seiner Power eingebüsst und macht Spass, wie am ersten Tag.
Spass ist hier das Wort des Augenblicks.
«Loosen up»
Fällt ein wenig ab, im direkten Vergleich. Geht es mir aber nicht so dol-le, höre ich es mir auf jeden Fall an, weil es einfach Spass macht.
«Miles Away»
War das erste Lied, das ich mir angehört habe, nachdem ich erfahren habe, dass meine Grossmutter mütterli-cherseits verstorben ist.
Noch heute warte ich darauf, dass es mich runterzieht, wenn ich das Lied höre. Aber schon wie damals: wenn es darum geht, dass jemand, den ich mochte, verstorben ist, fällt es mir schwer, Trauer zu verspüren. Ich mag einfach nicht trau-rig sein, wenn jemand tot ist. Ich würde lieber herausfinden, wie er oder sie gelebt hat und dann ein Fest feiern, das Leben des Men-schen feiern, der von uns gegangen ist. Alles Gute feiern, das er oder sie getan hat.
Sicher, im Verlaufe der Jahre habe ich verstan-den, einigermassen, dass es die Trauer braucht, um den Verlust zu verarbeiten. Ich den-ke, bei mir ist es einfach so, dass ich ein Fest viel lieber hätte. Party on.
«Easy come Easy go»
Irgendwie. Ja, ich höre es mir gerne an. Aber es fehlt auch hier etwas. Es dürfte nur eine Klei-nigkeit sein. Ich verspü-re zwar den Wunsch, dass ich es ganz gran-dios finde, aber, sobald ich es mir wünschen muss, ist der Keks ge-splittert.
«Rainbow in the Rose»
Als Zuhörer mag ich es fast nicht glauben, aber, Winger zeigen mit die-sem Lied, dass sie sich auch in den Weiten des Progressive Rocks aus-kennen und Lieder zau-bern können, die ein-fach nur gut sind.
Geht es mir schlecht, ist dieses Lied eine gute Sache. Es fordert mich, will, dass ich genau hinhöre und in dem Augenblick vergesse ich, mit ein wenig Glück, alles um mich herum. Jepp, so wird das gemacht.
«In the day we’ll never see»
Auch hier findet sich der eine oder andere progressive Einschub. Auch hier lassen Win-ger nichts anbrennen.
Eines muss ich noch erwähnen, um zu zei-gen, dass ich eine gute Gruppe erkenne, wenn ich sie höre:
Kip Winger, Namensge-ber der Band und Chef, hat vor einiger Zeit ein Album mit Klassischer Musik aufgenommen. Mit Orchester und so Zeugs. Nein, nichts nachgespielt. Alles neu geschaffen. Er hat dafür sogar Preise erhalten. Damit wäre klar: diese Gruppe hatte von An-fang an Talent
Das Lied selber gehört zu den besten auf die-sem Album und hilft mir auch, wieder Leben zu sehen, wenn ich es nicht um mich herum zu spüren vermag.
«Under one condition»
Eine Semi-Ballade, die zwar schwermütig und melancholisch daher-kommt, aber eher einen positiven Vibe hat und mir daher nicht weh tut.
"Little Dirty Blonde"
Hier lässt man einfach mal den Spass raus-hängen .. und Winger lassen es locker und lässig und lustig gehen.
Ein Lied Just-For-Fun und das ist auch gut so. Spass ist immer eine gute Sache.
"Baptized by fire" ...
Das ist jetzt eines der Lieder von Winger, mit dem ich nichts anfan-gen kann. Es lässt mich kalt, berührt mich nicht und ich skippe jedes Mal drüber hinweg.
«You are the saint, I am the sinner»
Hier holen sie noch einmal mit der ganz grossen Musikerkeule aus und bringen sogar die Tanzfläche ein we-nig zum Kochen.
Cooler Song. Packend. Reissend. Spass ma-chen.
«In the heart of the Y-oung»
Zum Abschluss noch einmal Progressiv Rock, ein wenig Epik und ein wenig Dramatik und schon haben wir einen weiteren Song der Mar-ke Überflieger, den wir den Leuten vorspielen können.
Tja.
So wie ich das sehe, ist das ein Album, das ich sofort in die Hände nehme, wenn es mir nicht so toll geht und ich etwas brauche, das mir wieder auf die Beine hilft.
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