Donnerstag, 13. Dezember 2018

Ein Buch aus längst vergangenen Tagen .. Stefan Wolf ... Ein Fall für TKKG ... Überfall im Hafen

Zu der Zeit, als ich noch in Dulliken zur Schule gegangen bin, von wegen Primarschule und so weiter, habe ich sehr gerne und sehr viel gelesen.

Gut; ehrlicherweise sollte ich wohl sagen, dass ich sehr viele Hörbücher meinen Ohren zugeführt habe.

Die drei ??? und dann auch viele Kassetten von Stefan Wolf und der TKKG-Bande. 

Aufgehört habe ich mit dem Hören dieser Bücher erst, als ich in Schiers gelandet bin, wo der Anfang in Sachen Musik seinen Lauf genommen hat. 

Nun ja.

Vor einiger Zeit ist mir in einer Online-Zeitung ein Bericht unter die Augen gekommen, wo zu lesen gewesen ist, dass, vor allem in den Büchern von Stefan Wolf und seiner TKKG-Bande sehr oft Ausdrücke gebraucht worden wären, die als leicht bis schwer rassistisch angesehen werden können und auch der Umgang mit den Frauen sei nicht wirklich beispielhaft, und dann, so ganz nebenbei solle Tarzan seine Freunde teilweise echt schlecht behandeln, mit unfairen Nicknames versehen und ihnen immer wieder verstehen zu geben, wie klein sie doch neben ihm seien. 

Wie kann es auch anders sein: nun war mein Interesse geweckt? Die jugendlichen Helden meiner Kindheit? Rassisten? Fiese Freunde? Angeführt von einem Volldeppen, der sich für wichtiger hält, als er wirklich ist?

Was macht dann so jemand wie ich?

Er sieht zuerst einmal Richtung Bücherschrank oder Regal und fasst den Entschluss, sich die Bücher vom Staub zu befreien und lesetechnisch zu überfliegen, um zu checken, ob die Wahrheit gesprochen worden ist.

Kapitel 01 - Ankunft in Sauerlich’s Elternhaus

Mist.

Nichts, worüber ich mich auslassen könnte.

Höchstens, dass Klösschen halt nur als Schokolade-Fressende-Mensch-Maschine gezeigt wird und sonst nicht viele Facetten zu haben scheint.


Kapitel 02 - Hindernis: die Glasbruchmelder

Nur die Zeichnung des Verbrechers gefällt mir nicht so ganz; auch der ist nur halb-dimensional. Da reicht es nicht einmal für eine ganze Dimension.


Kapitel 03 - Tote Krähe nebenan

Ein Einbrecher wirft eine tote Krähe durch das Fenster einer Villa, damit die Alarmanlage abgestellt wird.

Dann gibt es ein Ehepaar, Nachbarn der Villa, sagen nicht, dass sie wissen, dass die Krähe schon länger tot ist und nicht erst, seit sie durch das Fenster “geflogen” ist, weil der Ehemann durchs Fernglas beobachtet hat, wie der Bewohner der Villa seine Schätze in einen Safe gesteckt hat und so auch die Nummer des Safes preisgegeben hat.
Jetzt will der Ehemann selber einbrechen, wenn der andere Einbrecher sein Werk vollzogen hat und holen, was dort drinnen versteckt ist.

Ich weiss ja, dass es in einem Krimi auch böse Menschen braucht, aber irgendwie wäre es schön, wenn die ein paar Seiten mehr zu bieten hätten, als nur die schlechten. So kann ich für meinen Teil mit denen gar nicht mitfühlen. Es fällt mir sogar schwer denen den Knast an die Backe zu wünschen, eben weil sie so einseitig und langweilig daherkommen.


Kapitel 04 - Django kommt zurück

Es kommt wie es kommen muss: 

Tarzan erkennt zwar, warum die Krähe durchs Fenster geworfen worden ist, denkt aber, der Einbrecher würde erst in der Nacht wieder kommen.

Django kann aber nicht warten und sobald der Staub sich gelegt hat, bricht er ein und klaut, was er gerade so entdeckt.

Dabei fällt ihm auch ein Orden auf, den er aber zuerst vergisst. Erst, als er schon fast außer Reichweite ist, kommt ihm das Teil wieder in den Sinn. Er wird gierig und kehrt in die Villa zurück.

Dort trifft er auf den Nachbarn, der in der Zwischenzeit den Safe geöffnet hat, schlägt diesen K.O. und greift sich auch noch den Inhalt ab.


Kapitel 05 - Hermann’s Freunde

Kann so stehen gelassen werden. 


Kapitel 06 - Übler Streich mit Folgen

Aha.

Heute haben wir es mit den Freunden von Hermann Sauerlich zu tun und die werden erpresst, weil sie die Hütte eines Typen abgefackelt haben, den sie nicht ausstehen können und darin hat ein Penner übernachtet, der das natürlich nicht überlebt hat.

Sie haben schon einmal Geld bezahlen müssen und nun werden sie zum zweiten Mal zur Kasse gebeten.



Kapitel 07 - Panne bei der Nachlese

Ja, die bösen Nachbarn. Der Nachbar ist ohnmächtig am Boden liegend und die Gattin, die ihm helfen wollte, fällt auch noch besinnungslos zu Boden.


Kapitel 08 - Grosskreuz an der Schärpe / Gold und Email

Ab und zu stellt sich Tarzan bei seinen Plänen das Leben schon ein wenig einfach vor. 
Er hat das Gefühl, das Leben sei nur schwarz oder weiss. Zwar hat er eine gewisse Vorahnung, dass es auch noch Zwischentöne geben könnte, aber er beachtet die kaum und geht dann doch den ganz geraden Weg, auch wenn es angebrachter wäre, zuerst abzuklären, ob es nicht eine Kurve gibt, die einen noch viel besseren Weg bereitstellen würde.


Kapitel 09 - Auf der Landungsbrücke

Und schon wieder:
Stefan Wolf führt eine neue Figur ein, Handelsvertreter von Beruf: und auch wieder ein Mensch, der nur negative Charaktereigenschaften sein eigen nennen darf. 
Feige, gierig, geldgeil.
Viel mehr fällt mir gerade nicht ein und dem Autoren ist auch nicht viel mehr in den Sinn gekommen, wenn ich das richtig verstanden habe. 


Kapitel 10 - Mordauftrag

Aha zum zweiten.

Da haben wir die drei Rockertypen, von denen Django einer ist, und ein anderer von ihnen bittet ihn um seine Waffe, die nirgends registriert ist, weil er einen Mordauftrag erhalten hat, für den er stolze 20’000 Taler erhalten soll.

Wenn man denkt, die Charaktere können nicht mehr viel negativer dargestellt werden, geht es gleich eine Runde weiter runter.


Kapitel 11 - Heldt und die Rocker

Ja. Passt schon der Tanzschuh.


Kapitel 12 - Doppelter Raub

Der Vertreter beraubt seinen Chef, der ohnmächtig auf der Schiffsbank liegt. Viel tiefer kann ein Mensch kaum noch sinken.


Kapitel 13 - Erste Hilfe

Kann auch so stehen gelassen werden. Gibt nicht viel, dass ich hier wirklich beanstanden könnte.


Kapitel 14 - Blut am Ohr

Kann auch so belassen werden.


Kapitel 15 - Ein seltsamer Vertreter

Auch nicht wirklich etwas vorhanden, dass ich durch die Mangel kneten möchte oder könnte.


Kapitel 16 - Geländespiel beim Italiener

Jepp.

Passt auch.


Kapitel 17 - 99000 DM und acht Fotos

Kann auch so behalten werden. 


Kapitel 18 - Krankenbesuch

Lasse ich auch so sein, ohne was zu erwähnen.


Kapitel 19 - Wer ist der Typ?

Ja, auch nichts, was ich wirklich durch die Mangel zerren müsste oder gar möchte.


Kapitel 20 - Vier auf drei Rädern

Kann so bleiben.


Kapitel 21 - Zoff mit dem Weidmann

Auch so zu belassen.


Kapitel 22 - Kein Mittagsmahl bei Christian Verden

Kann ich auch so belassen.

Gefällt mir; kurz und knackiges Kapitel ohne wirklich Ballast aufzuweisen.


Kapitel 23 - Eine Junge floht seinen Hund

Gefällt mir schon mal recht gut; vor allem der Twist mit dem Bild und dem Hinweis auf den Schützen.


Kapitel 24 - Zuviel Schlechtigkeit

Kann auch so belassen werden.

Es fällt halt schon auf, dass die Charaktere bei Wolf ein wenig eindimensional und langweilig sind. Sogar das mit dem Kämpfen haben sie nicht im Griff, sonst wäre doch einmal ein echter Gegner für Tarzan dabei.


Kapitel 25 - Totaler Durchblick

Ja gut.


Wie immer bei Wolf: auch der Schluss ist kurz, fast zu kurz und zu knackig gehalten.



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