Dienstag, 18. Dezember 2018

Footwear? Blackfoot - Marauder

Das ist der Text aus dem Blog:

Ich bin in einem Alter, da stelle ich mir nicht mehr so viele Fragen, die in die Richtung "warum kennt in dieser Gegend niemand oder fast niemand dieses Album" ... 

Marauder von Blackfoot ist eine dieser Scheiben, bei denen ich der Meinung bin: eigentlich müsste mindestens jeder, der sich ein wenig in Sachen Musik gut auskennt, diese Scheibe bei sich stehen oder auch liegen, von mir aus auch fliegend haben, da sie mit Lieder angefüllt ist, die, wenigstens bei mir, unter der Kategorie: Klassiker as Klassiker can zu finden sind.

Fangen wir mit dem Opener "Good Morning" an: Wer nicht schon nach den ersten fünf Takten aus dem Bett ist, ist wohl dem Tode näher als dem Leben .. Einfach gigantisch. Es gibt nicht viele Lieder, die mich so schnell aus dem Bett hauen können, wie dieses und die dazu auch noch so gut sind und mir auch noch ein Grinsen ins Gesicht treiben .. 

Dann wäre da noch "Diary of a Workingman". Wer auf der Suche nach einer Ballade jenseits des Klischees der Liebe ist, sich dafür dem richtigen Leben widmet, der ist hier so was von perfekt aufgehoben. Ein Lied, bei dem man am Schluss entweder gleich die eine oder andere Träne vergiesst oder einfach nur leer Schlucken muss.

"Fly away" und "Dry County" sind für mich Lieder, die ich mir gerne anhören würde, wenn ich über die Route 66 fahre: der perfekte Soundtrack für eine längere Autofahrt also, wenn es draussen so richtig toll warm, schwül und einfach nur routig ist ..

"Rattlesnake Rock 'n' roller" .. das rockt, das rollt und ich muss mich zu diesem Lied einfach bewegen .. tanzen sogar, wenn mir niemand zusieht ... 

Searchin' ist der geniale und perfekte Rausschmeisser .. der mich glücklich aus einem Album entlässt, das keine Schwächen hat, ausser der, dass es viel zu kurz ist .. so dass ich noch einmal auf den Play-Button drücke, damit ich es mir noch einmal anhören kann ..

Das ist der überarbeitete Text, wie ich ihn für die Therapie verwendet habe:

Blackfoot.

Southern Rock.

Hört oder liest man den Namen der Band, könnte man direkt die Vermutung anstellen, es handle sich hier um Indianer, die sich zu einer Musikgruppe zusammengefunden hätten.

Richtig vermutet: es sind in der Tat Indianer. Auf jeden Fall war es zur Zeit der Gründung alles welche.

Wie es heute aussieht, weiss ich eigentlich gar nicht und, ehrlich gesagt, muss und will es auch nicht wissen.

Mir geht es um die Musik und schlussendlich ist es egal wer sie macht: hauptsache ist, sie gefällt mir. 

Good mornin'

Was für ein Einstieg in dieses Album. Was für ein Einstieg in den Tag. Wie der Titel es schon vermuten lässt, handelt es sich hier um den Gruss zum Morgen und vor allem um den Gruss ans Aufstehen. 
Wer nach diesem Lied nicht aufgestanden ist und unter der Dusche steht, der macht definitiv etwas falsch. 

Für mich ein absolut geniales Lied, das mich einfach immer wieder auf die Füsse schafft, egal ob am Morgen, oder wenn es mir schlecht geht.

Payin' for it

Ein ganz klein wenig ruhiger geht es weiter und der Sänger erzählt eine weitere Geschichte. Egal, die muss ich mir ja nicht jedes Mal anhören. 
Nein, muss ich wirklich nicht.
Das Lied selber ist toll, die Melodie noch viel besser. 
Das ist Musik, die es schafft, dass ich mich besser fühle und die Welt ein wenig bunter aussieht.

Diary of a Workingman

Dieses Album habe ich mir zu jener Zeit gekauft, weil das Review, welches ich gelesen habe, so überschwenglich gewesen ist, so viele Superlativen verwendet worden sind und der Rezensent kaum von seiner Wolke herunterzubekommen war. Vor allem dieses Lied hier, die Ballade, hat ihn, den beinharten Rocker, mehr als überzeugt. 
Auch hier ist der Titel Pflicht und es geht um einen Mann der Arbeiterklasse, seine Probleme, seine Sorgen, die dem Zuhörer näher gebracht wird.
Auch ich sage: eine perfekte Ballade. 
Mit einem kleinen Manko: ich gehe dem Lied aus dem Weg, wenn ich mich nach Baum und Strick fühle. Sonst könnte es echt zu einem Test des Willens werden.

Too hard to handle

Zum Glück geht es dann gleich weiter mit einem weiteren waschechten Rocker. Von der ersten Sekunde an hat das Lied mich in seinem Griff und lässt mich bis zur letzten Sekunde nicht mehr los. An einem besonders guten Tag bin ich sogar am überlegen, ob ich auf den Tisch steigen soll, um dort ein wenig dem Headbanging nachzugehen.

Fly away
Dieses Stück Musik ist einfach nur positiv. Im Grunde genommen singt der Sänger: los, einsteigen, losfahren und egal wohin, einfach nur weg und das Leben geniessen. Sogar ich bekomme hier Lust ins Auto zu steigen und einfach irgendwohin zu fahren. 
Ein Feel-Good-Song, der seine Wirkung noch nie verfehlt hat.

Dry county

Wie es sich gehört, gibt es auch hier wieder eine Geschichte zu hören und die Truppe lässt sich üb er das eine oder andere Problem aus. Aber auf eine so gute und brauchbare Art und Weise, dass es mich nicht negativ berührt und oder schwarzdenkend zurücklässt.

Fire of the Dragon

Auch hier lässt die Gruppe nichts anbrennen. Aber, da hier über Drogen und die Menschen dazu gesungen wird, höre ich mir das Teil nur an, wenn ich stark und wach genug bin. 

Rattlesnake Rock'n'Roller
Obwohl es fast nicht zu glauben ist, so wie die Gruppe hier loslegt, in Düsenjetmanier, handelt es sich um einen weiteren Gute-Laune—Song, den ich mir gerne gönne, wenn ich gute Laune dringend nötig habe. Ausserdem haut es mich echt immer wieder um, zu hören, wie die Jungs genial mit ihren Instrumenten umzugehen wissen. 
Searchin'

Zum Schluss wird es dann doch noch ein wenig nachdenklicher. Geniales Lied, da kann ich einfach nicht anders darüber denken.
Trotzdem, auch hier muss ich vorsichtig sein. Zum falschen Zeitpunkt angehört, zieht es mich einfach runter, sehr weit runter.

So ganz am Schluss ist es trotzdem ein Album, dass ich mir ohne gross nachzudenken, anhören kann, wenn die Welt mal wieder nicht weltig genug scheint.




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen