In meiner Sammlung von Musik-CDs ist das die Nummer 22.
Mit anderen Worten: es ist die 22. CD die ich mir gekauft habe.
Angefangen hat es mit den Kritiken, die ich im Metal Hammer und im Rock Hard gelesen habe.
Gut zu wissen:
Von Anfang an habe ich es mit dem Kauf einer Musik-CD so gehalten, dass ich den Kauf erst getätigt habe, wenn mindestens zwei Reviews positiv bis sehr gut gelautet haben.
War eine Kritik von zwei gelesenen schlecht, habe ich auf die Audio-CD verzichtet. War eine von drei Kritiken schlecht, habe ich es mir überlegt und noch eine vierte versucht zu besorgen und dann die Entscheidung gefällt.
In your face.
Die zwei Kritiken, die ich gelesen habe, waren so positiv verfasst, dass ich es fast nicht glauben konnte. Vor allem: seit wann wurde eine Band aus Deutschland so in den Himmel gelobt? Schon diese Tatsache hat mich mehr als neugierig gemacht.
«In your face»
Das Album legt gleich richtig los und bringt einen Überhammer in Sachen Metal und Rock.
Ich kann mich sehr gut daran erinnern, wie es mich einfach umgeblasen hat, was da aus den Boxen meine Gehörgänge für sich eingenommen hat.
Perfekte Gitarrenarbeit, die Frage der Fragen und ein Sänger, der mit einer Stimme trumpfen konnte, die unter tausenden hervorsticht und so ziemlich einmalig ist.
Auch heute noch könnte ich am Rad drehen, wenn der Song zu hören ist. Noch heute wirkt er auf mich, als ob mir jemand einen zehn Minuten Stromstoss in zehn Sekunden verpasst.
Für mich bis heute und wohl noch länger einer der besten Songs ever.
Wenn dieser Song mich nicht aus einer Depression wecken und holen kann, weiss ich auch nicht mehr weiter. Dann ist Alarmstufe DreiFachRot und es sollte auf mich aufgepasst werden.
«Who do you love»
Was für ein Song.
Zwar geht es ein wenig getragener zur Sache, aber nicht weniger rockig.
Ich kann mich wirklich nicht beklagen, holt mich dieses Lied doch gleich in Sekunde 1 ab und lässt mich nicht mehr aus seinen Notenwolken und sorgt dafür, dass ich mich wohlfühle, und sogar anfange, mich zu entspannen und zu chillen.
Grandios.
«The Wind»
Kingdom Come lassen es hier ein wenig episch angehen, mit einem Hang zum Progressiv Rock und erzählen eine Geschichte, die auch mich gleich für sich vereinnahmt und nicht mehr aus ihren Buchstaben lässt.
Auch hier gibt es nur noch ein Wort, dass ich sagen oder schreiben möchte: Grandios
«Gotta go»
Ein Song mit einer Message.
Ich kann mir einen Krieg nicht leisten. Aus welchen Gründen auch immer.
Dieses Lied sagt klar und deutlich, was KC von Krieg halten und geben diese Message auch an die Zuhörer weiter und das verpackt in einen Song, mit einer schon fast perfekten Melodie.
Eine Melodie, die mich auf ihren Tönen davonträgt, mich aber nicht fallen lässt und auch sonst nicht dafür sorgt, dass es mir schlecht geht.
Das Lied will zum Nachdenken anregen und das schafft es auch.
Ich denke nach, mache mir meine Gedanken und stelle mir Fragen, viele Fragen sogar, aber, und das wundert mich selber ein wenig, ohne in ein Loch zu fallen, aus dem ich nicht mehr rauskomme. Ich werde zwar müde, aber es ist eine gute Müdigkeit. Ich nicke ein und schlafe sogar ein wenig und fühle mich danach sogar ausgeruht.
«Highway 6»
Wie es der Titel andeutet, der perfekte Song für die längere Reise per Auto. Ich für meinen Teil kann es nur empfehlen, sich dieses Stück Lied während einer Autofahrt anzuhören. Wer damit seine Laune nicht aufbessern kann, sollte sich testen lassen, ob er nicht vielleicht doch ein Zombie ist.
«Perfect O»
Was er damit genau meint, weiss ich ja nicht, und ich bin zufrieden mit dem Gedanken, dass jeder Zuhörer selber etwas einsetzen kann an dieser Stelle und geniesse das Lied und denke halt jedes Mal an etwas anderes, dass ich in diesem Augenblick als perfekt empfinde. Damit ist es ein echter Wohlfühlsong, der mich daran erinnert, dass jeder Mensch das eine oder andere in seinem Leben hat, dass einfach, schlicht und ergreifend perfekt für ihn ist.
Auch hier: grandios
«Just like a wild rose»
Dieser Song kommt schon fast langsam, getragen daher und bleibt im Grundgerüst getragen und auch ein wenig leiser als die anderen Songs und versprüht trotzdem ein so gewaltiges Mass an Energie, dass sie sogar meine Batterien aufzufüllen vermag. Genial dieses Lied.
«Overrated»
Eigentlich ein netter Song, fällt aber im direkten Vergleich ab.
Aber, und das ist das ganz Gute daran: wenn ich mal schlecht drauf bin, kann ich mir diesen Song auch anhören, wenn er mich schon weder rauf noch runterzieht, kann ich ihn als Brücke benutzen.
«Mean Dirty Joe»
Kommt recht fies, aggressiv daher und erinnert mich an einen meiner Mean Dirty Joes, den ich auch in meinem Leben hatte. Ein Lied, dass mich doch ein wenig deprimieren kann, daher höre ich es mir nur an, wenn die Tage so was von sonnig sind.
«Stargazer»
Dieses Lied hat dann wieder dieses Positive, dieses Feeling der Motivation, und tritt mir so kräftig in den Arsch, dass ich nicht sitzen bleiben kann, sondern etwas machen muss, wobei es fast egal ist, was ich mache.
Am Ende des Tages nehme ich dieses Album gerne unter die Ohren, wenn es draussen zwar sonnig, in meinem Herzen aber fast zu düster ist.
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