Natürlich könnte ich das eine oder andere Wort zu Europe verlieren.
Natürlich könnte ich mich darüber auslassen, wie sehr sich doch so und so viele angebliche Musikkritiker getäuscht haben, als sie dieser Gruppe keine Zukunft bescheinigt haben, als sie Europe nur auf ein Lied beschränkt haben.
Natürlich könnte ich mich noch über einige andere Dinge auslassen und dann am Schluss sagen: Leute, ich habe es besser gewusst, oder, besser gesagt: mein Unterbewusstsein hat es um Welten besser gewusst.
Mache ich aber nicht. Warum sollte ich auch? Es würde mir nichts bringen. Die, die sich getäuscht haben, die wissen es jetzt besser und geben es zu oder geben es nicht zu. Damit habe ich aber ganz am Schluss nichts zu tun und es geht mir auch am Hintern vorbei.
«Superstitous»
Europe legen gleich richtig los und geben dem Zuhörer einen Song, der zwar nicht mit Geschwindigkeit zu punkten vermag, dafür aber mit Ausstrahlung und Charisma.
Ich für meinen Teil liebe dieses Lied, weil es einfach gross, episch und schon fast magisch daherkommt und mich auf seine Reise mitnimmt.
« Let the good times rock »
Für mich ein Lied mit einer guten, positiven Message : lass die guten Zeiten rocken. Erinnere dich an die guten Zeiten, wenn es dir nicht gut geht und ziehe die Kraft daraus, um auch und vor allem während der schlechten Zeiten zu bestehen und auszuhalten, was auszuhalten ist.
«Open your heart»
Tarnt sich am Anfang als Ballade, nur um dann mit vollem Karacho über den Zuhörer einzufallen und ihn unter und in sich zu begraben und für ein paar Minuten in eine bessere Welt mitzunehmen, wo er sich ein wenig erholen und abschalten kann, um wieder Energie für den restlichen Tag zu haben.
«More than meets the eye»
Es gibt Dinge, Antworten, Fragen, weitere Antworten, weitere Fragen, die sich hinter dem verstecken, was wir sehen. Doch was wir sehen kann ab und zu den Blick auf das verwehren, was wirklich sehenswert wäre.
So sehe und verstehe ich dieses Lied.
Es erinnert mich daran, nicht nur auf das Äussere eines Menschen zu achten, sondern vor allem auf das, was sich darunter versteckt.
Wie auch ich, tragen viele Menschen eine Maske, um sich gegen viele der Dinge, die einem da draussen in der freien Welt auflauern wehren zu können, um gewappnet zu sein.
Obwohl es teilweise einfacher wäre, die Maske in der Hosentasche zu tragen und sein eigenes Gesicht zu zeigen.
«Coast to Coast»
Eine Powerballade im besten aller Sinne.
Trotzdem und gerade daher greifen hier die Grundsätze für Balladen.
Kann ich mir nur anhören, wenn es mir wirklich gut geht. Das Lied trifft mich einfach zu tief, so gut ist es.
«Ready or not»
Es wird gerockt.
Es wird gerollt.
Und das Lied holt mich sogar aus dem Tiefschlaf und hievt meinen Hintern in die Höhe und in die Luft.
Tut gut, so ein Lied hören zu können und noch viel besser ist, wenn ich mich dabei gut fühle.
«Sign of the times»
Powermetal, mit einem Schlag Epicmetal.
Ganz grosses Kino. Doch, diesen Song könnte man durchaus in einem Kinofilm gebrauchen. Der würde sehr gewaltig und gross aus den Boxen kommen und die Kinofans in Zuckungen der absoluten Freude versetzen.
Für mich ein Lied, bei dem ich ein wenig aufpassen muss: das liegt einfach daran, dass ich ab und zu darüber nachdenke, dass ich die Diagnose sehr spät in meinem Leben erhalten habe.
Da ist es nicht schwer, auf die Frage zu stossen, was wäre gewesen, wenn ich es schon viel früher gewusst hätte und da ist es dann sehr nahe bis zur Depression.
«Just the beginning»
Dafür steht dieser Song für den Neuanfang, der mir mit der Diagnose gegeben worden ist.
Jetzt liegt es nur noch an mir und meinen Ideen, was ich daraus mache.
«Never say die»
Es hat ein wenig gedauert und ein paar Durchläufe gebraucht, bis ich wirklich warm geworden bin mit diesem Lied. Aber seit diesem Zeitpunkt, gefällt es mir ausserordentlich gut und macht Spass.
«Lights and Shadows»
Ein Lied, das im Vergleich zum Rest der Songs ein wenig abfällt. Immer noch sehr gut, aber gehört zu den Stücken, bei denen es mir sehr leicht fällt, es zu überhöhren.
«Tower’s callin’»
Da wird noch einmal richtig vom gerockten Leder gezockt und alles gegeben, um ja am Schluss des Albums müde zu sein.
Gefällt mir einfach nur ganz grandios gut.
«Tomorrow»
Ballade.
Grundsätze für Balladen zählen.
Kann ich mir anhören, auch wenn ich nicht ganz fit bin.
So zum Wort zum Schluss und Ende:
Dieses Album greife ich mir sehr gerne, wenn ich auf der Suche nach Musik bin, die mir hilft, wieder auf den Damm zu kommen.
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