Samstag, 22. Dezember 2018

Long Time Ago? Kim Wilde und das Album Another Step

Kim Wilde.
Ja, die guten alten Zeiten in Sachen Musik.
Aber, nicht lange rumre-den oder noch länger rumschreiben: es geht los.

«You keep me hanging on»
Sehr schönes und gutes Lied. Es hat einen tollen Beat, der es immer wieder schafft, mich auf die Bei-ne zu bringen. 
Hat etwas Positives an sich, das sogar einen Ty-pen wie mich zu überzeu-gen vermag.

«Hit him»
Der Song kommt fröhlich und fast überschwänglich daher. 
Er ist nicht wirklich schlecht, aber hat etwas, kindlich, kindisches an sich, das mich ein wenig zurückstösst. Mit dem Lied kann ich so gesehen nicht viel anfangen. 

«Another step»
Ja, das haut mich dann doch eher aus dem Sessel und gefällt mir um Welten besser.
Diese Energie, diese Power und was für ein Duett Kim Wilde sich da liefert. 
Macht so was von Spass und richtet mich gele-gentlich auf, wenn die Welt nicht so weltlich scheint und ich mich fra-ge, was das alles eigent-lich soll.

«The Thrill of it»
Auch dieser Song kommt recht entspannt daher, packt mich, und lässt mich entspannen, ruhen und ich kann dazu recht gut das Leben geniessen und die Dinge um mich herum vergessen oder wenigstens in den Hinter-grund schieben.

«I’ve got so much love»
Das ist dann wieder ein-mal so ein Lied, dass mich stehen lässt und dafür sorgt, dass ich mich fra-ge, warum und wieso, aber es wohl nie eine Antwort dazu geben wird. 
Sicher, im Grunde ge-nommen ein gutes Lied, aber für die schweren, schwarzen Zeiten ist es nicht wirklich gedacht und dann auch dieser Ti-tel. Der lässt mich schau-dern. 

«Victim»
Damit kann ich auch nicht wirklich viel anfangen. 
Auch wenn es mich nicht runterzieht: wenn ich mal gute Laune oder etwas Gutes nötig habe, wird mir dieses Lied nichts bringen. Einfach, weil es gar nichts in mir auslöst.

«Schoogirl»
Cooles Lied. Locker, leicht, flockig. Wie ich es ab und zu brauche, um nicht weiter abzutauchen oder wenn ich den Wunsch habe, wieder an die Oberfläche zu kom-men. 
Sehr schön 

«Say you really want me»
Auch wenn es ein Love-song ist: er gefällt mir, macht Spass und lässt mich ruhiger werden, so-gar chillen dazu ist mög-lich. 
Damit zählt das Lied zu denen, die mir helfen können.

«She hasn’t got time for you»
Yepp.
Dazu lässt sich chillen, das Leben geniessen und einfach in sich selbst ru-hen. 
Es packt mich nicht nega-tiv und das ist schon sehr viel wert.

«Brothers»
Auch ein gutes Lied. Die Melodie ist fast genial und es holt mich auch ab. Trotzdem, vom Titel und Text her, sollte ich auf-passen, wann ich es mir anhöre. 
Ich meine: es hat schon Tage gegeben und gibt es noch immer, da habe ich mir einen Bruder oder zwei gewünscht. Da stelle ich mir schon die Frage, was wäre anders gelau-fen, wenn ich einen Bru-der an meiner Seite ge-habt hätte? Einen Men-schen, der mir wirklich ähnlich ist, der mir nä-hersteht, als sonst je-mand? 
Kaum fange ich an, mir darüber Gedanken zu ma-chen, verspüre ich eine Art Trauer in mir und be-merke, dass ich sofort auf andere Ideen kommen muss, wenn ich nicht in die Dunkelheit abtauchen will.

«Missing»
Gute bis ganz tolle Melo-die. Sehr schöner Song.
Nur: Missing.
Wenn ich das schon lese und höre, dann überlege ich mir, was ich in mei-nem Leben schon alles verpasst habe, was ich al-les vermisse.
Es dauert dabei keine zwei Minuten, bis ich auch hier spüre, wie mein Rücken sich anfängt zu verkrampfen. 
Wie ich anfange, nervös zu werden.
Wie ich anfange, mit mir selber zu kämpfen.
Wie ich anfange, gegen die aufkommende Schwärze und Verloren-heit anzugehen.
Dann gibt es nur noch ei-ne Lösung: weiter zum nächsten Lied und versu-chen, auf andere Gedan-ken zu kommen.

«How do you want my lo-ve»
Schönes und tolles Lied.
Das hilft mir dann wieder, Ruhe zu finden, zu ent-spanne, den Rücken zu lockern. 
Gut tut das. Sehr gut tut das sogar.

«Don’t say nothing’s changed»

Dieses Lied lässt mich dann doch eher kalt und kühl zurück und auch ein wenig gelangweilt.

Zum Schluss kann ich da schreiben: Wenn ich Mu-sik suche, die mir hilft, wieder auf den Damm zu kommen, oder wenigstens nicht weiter unter die Gewässerlinie zu kom-men, kann ich beruhigt zugreifen.



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