Und ich rede nicht von der Stadt.
Hier und jetzt spreche ich von der Musikgruppe, die seit eini-gen Jahrzehnten Musik an die gibt, die bereit sind, zuzuhören.
«Explain it to my heart»
Power.
Hier kommt echte Power rüber. Und damit wäre es so eine Se-mi-Power-Ballade, die sie Chi-cago immer wieder abliefern. Ich für meinen Teil denke, dass ich so oder ähnliches viel zu oft ge-hört habe von Chicago. Sicher, sie ist nett, schön, kommt aber irgendwie viel zu glatt rüber. Nicht wirklich das, was ich mir gerne anhöre. Aber auch hier gilt: sie ist so glatt, dass sie an mir abprallt und mich weder po-sitiv noch negativ zu beeinflus-sen vermag.
«I fit were you»
Hier lassen sie es schon ein wenig rockiger angehen und der Sänger scheint sich über eine Beziehung auszukotzen und wünscht sich wohl gleichzeitig die Frau zurück oder noch wei-ter weg. Mein Problem mit dem Lied ist, dass es mich viel zu wenig interessiert, als dass ich mir mit dem Übersetzen des Textes wirklich Mühe geben würde.
«You come to my senses»
Eine Ballade in voller Gänze. Und dann noch eine, die mir sehr gut gefällt. Auch wenn sie ein wenig glattgebügelt ist und weder Ecken noch Kanten ihr eigen nennt, kann ich viel damit anfangen.
Auch hier schulde ich der Glätte dank, weil so schon fast garan-tiert ist, dass sie mich auch nicht in die Tiefe ziehen kann, gleitet sie doch an mir ab.
«Somebody, Somewhere»
Nicht wirklich ein Lied, mit dem ich viel anfangen kann. Gehört zu den Liedern, die ich sehr leicht überhören kann.
«What does it take»
Ah, ja, es geht um einen Mann, der eine Frau zurückhaben möchte. Was für ein gänzlich neues Thema.
Wie auch immer: der Chorus ist ein Schrei an und für sich und kommt mit solcher Inbrunst da-her, es könnte mir direkt sehr gut gefallen. Leider fehlt das gewis-se Etwas. Viel kann es nicht sein, weil ich mir ein wenig unsi-cher bin, ob mir das Lied super gefällt oder nur ganz nett gefällt.
Das wird dann wohl die Zeit zei-gen müssen.
Auf jeden Fall zieht es mich nicht runter, lässt mich fast un-berührt. Nur wenn ich höre: What does it take», stelle ich mir dazu die Frage, was braucht es, um mein Leben wieder in den Griff zu bekommen.
«One from the heart»
So langweilig. Ich schlafe fast ein. Schnell weiter.
«Chasin’ the wind»
Langweilig. Es fehlt einfach der letzte Kick.
«God save the Queen»
Was soll ich da bloss noch dazu sagen.
«Man to woman»
Das kommt so schmalzig daher. So schleimig. Bei dieser Art von Musik kann es durchaus passie-ren, dass ich, nach einer ersten Wut, in die Tiefe gezogen wer-de, weil es einfach so schlecht, so verlogen ist.
«Only time can heal the wound»
Es fängt schon mal im wohlbe-kannten Chicago-Style an. Wo-bei ich nach den ersten Sekun-den nicht zu sagen vermag, ob es eine Ballade sein soll, ein Rocker, ein Semirocker. Eine Ballade, in der Richtung so in etwa. So eine Halbballade auf jeden Fall. Es ist auf jeden Fall selten ein gutes Zeichen, wenn ich so über ein Lied zu schrei-ben anfange. Es langweilt mich.
«Who do you love»
Ja, sie lassen es rocken und die Bläser trompeten, als ob sie Mauern einstürzen lassen woll-ten. Trotzdem, auch dieses Lied vermag mich nicht wirklich zu berühren. Da habe ich schon besseres und sehr viel besse-res zu hören bekommen.
«Holdin’ on»
Damit wären wir beim Schluss-wort des Albums gelandet und es könnte eine Ballade sein.
Muss nun wirklich nicht so sein. Ich mag es, wenn am Schluss noch einmal ein Lied zu finden ist, welches mich von A bis Z durchschüttelt und keuchend und schnaufend zurücklässt und vor allem mit einer ganz grossen Portion Zufriedenheit.
Dieses Lied schafft das bei wei-tem nicht. Ne, da sitze ich und bin noch immer gelangweilt.
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