Sonntag, 23. Dezember 2018

Texas? Boston und das Album Don't look back

«Don’t look back»
Es gibt sie, diese Tage, diese ganz speziellen Tage.
Da höre ich mir eine Musik-CD an, ein Album, bei dem ich das Gefühl habe, die ganze Welt würde es gut bis sehr gut oder sogar aussergewöhnlich gut finden, nur ich sitze da, und denke: WTF?? Was ist mir mit los? Was läuft mit mir falsch, dass ich mir dieses Album anhören kann, ohne es so gut wie der Rest der Menschheit zu finden?
Habe ich da ein Problem? Läuft da in meinem Kopf etwas nicht richtig, dass ich es mir anhören kann, ohne auch nur eine ganz kleine Kleinigkeit zu empfinden?
Fangen wir doch gleich bei diesem Lied an: Ich höre es mir an.
Höre es mir immer noch an und empfinde gar nichts. Weder positiv noch negativ wirkt es auf mich ein. 
Nicht einmal so etwas wie eine kleine oder grosse Leere zeigt sich.

«The Journey (Intro) – It’s easy»
Mal sehen.
Auch bei diesem Album ist es bereits eine ganze Weile her, seit ich es mir zum letzten Mal angehört habe.
An dieses Lied kann ich mich gar nicht mehr erinnern. Daher bin ich jetzt gespannt, was da auf mich zukommt, ausser einem ganz langen Intro, mit sphärischen Tönen und einer Gitarre, die sich von ganz weit hinten nach vorne schraubt.
Wow. Es hat keine Minute gedauert und ich war mit meinen Gedanken so weit weg, dass ich fast über jemanden in London gestolpert wäre.
Auch hier: es passiert gar nichts in mir. Weder drinnen noch draussen. Rien und null.

«A man I’ll never be»
Wow.
Schon der Titel lässt mich erahnen, dass ich Abstand nehmen sollte von diesem Song. Was für ein Mann werde ich nie sein? Wer definiert oder hat definiert, was ein Mann ganz genau ist und zu sein hat?
Fragen, die mich in den Wahnsinn und oder in eine grenzenlose Wut treiben könnte.
Dann ist das Lied selber auch noch langweilig und einfach nur bläh bläh.

«Feelin’ satisfied»
Ich weiss ja nicht. Wenn ich mir dieses Album reinziehe, fühle ich mich gar nicht so.
Nein, ich fühle mich eher ein wenig verloren, weil ich mich noch immer frage, warum ich mit dieser Musik nichts anfangen kann, wenn es da draussen doch so viele Leute gibt, die so viel davon halten.
Läuft da was bei mir schief oder gehört das einfach zum Leben, dass ein einzelner einmal etwas scheisse finden kann und auch darf, auch wenn der Rest der Welt ganz anders darüber denkt?
Gut, ein Aussenseiter bin ich ja eh schon. Von der Seite gesehen, habe ich damit eigentlich kein Problem.

«Party»
Mir ist wohl erst nach Party, wenn ich mit diesem Album durch bin.

«Used to bad news»
Ja, das ich ich wirklich: an schlechte Nachrichten gewohnt. Aber das ist nicht der einzige Grund, warum ich mit diesem Song absolut gar nichts anfangen kann. Er ist für meine Ohren auch nichtssagend, leer, langweilig und, oh, da fällt sogar mir nichts mehr ein.

«Don’t be afraid»
Ja, so was sagt man am besten zu jemandem, der unter diversen Angststörungen leidet und damit zu kämpfen hat.


Leute, dieses Album ist einfach nur langweilig und für meine Ohren absolut unbrauchbar.


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